Ge­fälsch­tes Arz­nei­mit­tel in NRW auf­ge­taucht

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - WIRTSCHAFT -

DÜSSELDORF (ja­co) Das Bun­des­in­sti­tut für Arz­nei­mit­tel und Me­di­zin­pro­duk­te warnt vor ei­ner Fäl­schung des Arz­nei­mit­tels Har­vo­ni (90 mg/ 400 mg Film­ta­blet­ten) der Fir­ma Gi­lead, die auf den deut­schen Markt ge­langt ist und in ei­ner Apo­the­ke in NRW ent­deckt wur­de. Das Arz­nei­mit­tel wird bei Er­wach­se­nen zur Be­hand­lung der chro­ni­schen He­pa­ti­tis C an­ge­wen­det. Die ge­fälsch­ten Ta­blet­ten sind nicht wie üb­lich oran­ge, son­dern weiß. Die be­trof­fe­nen Pa­ckun­gen tra­gen die Char­gen­be­zeich­nung 16SFC021D (Ver­falls­da­tum 06/2018). Ei­nem Spre­cher zu­fol­ge wer­den die ge­naue Her­kunft der Fäl­schung so­wie der In­halt der Ta­blet­ten der­zeit un­ter­sucht. Pa­ti­en­ten, die fest­stel­len, dass es sich bei ih­rem Me­di­ka­ment um wei­ße Ta­blet­ten han­delt, sol­len die­se kei­nes­falls ein­neh­men und sich an ih­ren be­han­deln­den Arzt oder Apo­the­ker wen­den, emp­fiehlt das Bun­des­in­sti­tut. Har­vo­ni ist ei­nes der teu­ers­ten Me­di­ka­men­te welt­weit. Hier­zu­lan­de wur­de es 2016 le­dig­lich knapp 18.000-mal ver­ord­net, er­ziel­te da­bei aber ei­nen Um­satz von 339 Mil­lio­nen Eu­ro.

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