Braue­rei-Aus­schank bald in zwei Häu­sern

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - WIRTSCHAFT - VON RUTH WIEDNER-RUNO

Nach Un­ges Pengs­te schließt der „An­ker“für gut zwei Mo­na­te. Bolten-Chef Holl­mann macht das Glas­haus zur Gast­stu­be.

KORSCHNEBROICH Braue­rei-Chef Micha­el Holl­mann spricht von „der Ru­he vor dem Sturm“: Noch wird im „An­ker“aus­gie­big Un­ges Pengs­te ge­fei­ert, be­vor im Aus­schank der Bolten-Braue­rei am 11. Ju­ni die Lich­ter aus­ge­hen. Vor­über­ge­hend. Be­reits für Mit­te Au­gust ist die Neu­er­öff­nung an­ge­dacht. Bis da­hin wol­len Micha­el Holl­mann und die Ei­gen­tü­mer Kath­rin und Se­bas­ti­an Tho­ren die Zeit für den Er­wei­te­rungs­um­bau nut­zen. Dass dies für al­le zu ei­nem Kraft­akt wer­den wird, strei­tet Holl­mann nicht ab. Doch der ge­schäfts­tüch­ti­ge Un­ter­neh­mer ist sich si­cher: „Das passt schon. Wir müs­sen eben al­le un­se­re Kräf­te bün­deln.“Die In­ves­ti­ti­on liegt bei et­wa 200 000 Eu­ro.

Vor drei Jah­ren hat Micha­el Holl­mann den his­to­ri­schen „An­ker“ge­pach­tet. Jetzt will er sei­ne Er­wei­te­rungs­idee um­set­zen. „Der An­ker wird mit dem an­gren­zen­den Alt­bau in­klu­si­ve mo­der­nem Glas­haus ver­bun­den.“Da­für ist ei­ne Zwangs­pau­se un­um­gäng­lich. „Wir wol­len er­wei­tern. Die Um­bau­ar­bei­ten sind auf­wen­dig. Das kön­nen wir nicht bei lau­fen­dem Be­trieb stem­men“, er­klärt Holl­mann im Ge­spräch mit der Re­dak­ti­on. Schließ­lich plant er ei­ne kom­plett neue und um ein Viel­fa­ches grö­ße­re und da­mit auch leis­tungs­stär­ke­re Kü­che. Sie wird vom „An­ker“in den re­stau­rier­ten An­bau ver­legt. Kühl­the­ke, An­strich so­wie neu­er Bo­den­be­lag sind wei­te­re Stich­wor­te für die Hand­wer­ker. Das da­zu­ge­hö­ri­ge Glas­haus bie­tet nicht nur ei­ne aus­ge­fal­le­ne Op­tik, es wird in der Um­bau­pha­se auch zur Groß­bau­stel­le. „Wir pla­nen ei­ne Ver­schat­tung“, sagt Holl­mann. Ob der Son­nen­schutz künf­tig in­nen oder au­ßen an­ge­bracht wird, ist noch of­fen. Fest steht aber schon, dass das Glas­haus mit ei­ner run­den, üp­pi­gen The­ke und et­wa 14 bis 16 Ti­schen aus­ge­stat­tet wird. Ei­ne Be­stuh­lung der Em­po­re ist eben­falls vor­ge­se­hen. Rund 60 Per­so­nen sol­len laut Holl­mann al­lein in dem Be­reich Platz fin­den. Und da­mit es dort im Som­mer nicht zu heiß und im Win­ter nicht zu kalt sein wird, denkt er auch über ei­ne Kli­ma­an­la­ge nach. „Wir sind uns ei­nig“, sagt Holl­mann, und da­mit meint er nicht nur die Ab­spra­chen mit den Ei­gen­tü­mern. An­dré Se­gin (34) und Oli­ver Wruck (41) wer­den den neu­en Braue­rei-Aus­schank über­neh­men. „Wir freu­en uns auf die Her­aus­for­de­rung“, be­stä­tigt Se­gin die Plä­ne, in Kor­schen­broich durch­star­ten zu wol­len. Wäh­rend er sei­ne bei­den Be­trie­be in Düs­sel­dorf, ein Re­stau­rant im Ha­fen und ei­nen Aus­schank in der Alt­stadt, wei­ter­füh­ren wird, will sein Ge­schäfts­part­ner Wruck im An­ker die Kü­che füh­ren. Bei­de von Be­ruf Koch, ha­ben sich auf dem Kreuz­fahrt­schiff Queen Eli­sa­beth 2 ken­nen­ge­lernt. Spä­ter gab es ge­mein­sa­me Pro­jek­te für Fein­kost„Kä­fer“in Mün­chen und in St. Mo­ritz. „Jetzt wol­len wir im An­ker et­was ge­mein­sam auf­zie­hen.“Er ist vom Er­folg über­zeugt, eben­so wie Holl­mann. „Che­mie, Krea­ti­vi­tät und Ein­stel­lung stim­men.“Die Pacht- und Be­trei­ber­ver­trä­ge wer­den jetzt zeit­nah un­ter­zeich­net.

FO­TOS (2): BRAUE­REI

Noch bis ges­tern wur­de auf der Bau­stel­le am „An­ker“eif­rig ge­ar­bei­tet. Das Glas­haus wird zur Gast­stu­be aus­ge­baut. Ei­ne üp­pi­ge, run­de The­ke ist schon be­stellt, ei­ne Kli­ma­an­la­ge ge­plant.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.