Dem Glad­ba­cher Kar­ne­val geht es trotz vie­ler Pro­ble­me bes­ser

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LOKALES - VON CHRIS­TI­AN LIN­GEN

Bei der Jah­res­haupt­ver­samm­lung des MKV fand Bernd Go­the mah­nen­de Wor­te und be­kam Ge­gen­wind. Ein Er­geb­nis der Vor­stands­wahl fiel ne­ga­tiv auf.

STADT­TEI­LE So mil­de ge­stimmt hat man Bernd Go­the bei ei­ner Jah­res­haupt­ver­samm­lung des Mön­chen­glad­ba­cher Kar­ne­vals­ver­bands seit Jah­ren nicht mehr er­lebt. Er be­schränk­te sich dies­mal auf ge­ra­de ein­mal 40 Mi­nu­ten für sei­ne Re­de. Als es zu den Wah­len kam, be­kräf­tig­te er sei­nen Wil­len, zu­rück­zu­tre­ten, und ließ sich nur für ein Jahr statt den üb­li­chen drei wäh­len. „Ich ha­be im ver­gan­ge­nen Jahr ge­sagt, dass ich auf­hö­ren wer­de. Wir ha­ben vie­le Ge­sprä­che ge­führt, aber es hat sich kein Nach­fol­ger ge­fun­den“, er­klär­te Go­the und rief die Ge­sell­schaf­ten auf, bei der Su­che zu hel­fen. Im kom­men­den Jahr sei dann wie­der ein­mal de­fi­ni­tiv Schluss.

Die Wah­len zum Vor­stand ver­lie­fen, wie der MKV sie ge­plant hat­te. Auf­fäl­lig war je­doch das Er­geb­nis im Fach­be­reich Ju­gend­kar­ne­val. ExP­rin­zes­sin Mo­ni­ka Fer­fers von Gro­ßen Rhe­ydter Prin­zen­gar­de, die für ihr über­ra­gen­des En­ga­ge­ment in den ver­gan­ge­nen Jah­ren sehr viel Lob er­hielt, trat nicht zur Wie­der­wahl an. Ih­re Nach­fol­ge­rin Dagmar Ga­den wur­de zwar in Ab­we­sen­heit ge­wählt, doch sechs Ge­sell­schaf­ten stell­ten sich durch ih­re Ab­stim­mung ge­gen sie.

Mah­nen­de Wor­te fand Go­the in sei­ner Re­de aber doch. Die Kar­ne­vals­ge­sell­schaf­ten soll­ten mehr Pro­gramm aus den ei­ge­nen Rei­hen ge­stal­ten und mit­ein­an­der ko­ope­rie­ren. Das spa­re Geld und kom­me beim Pu­bli­kum gut an. „Was manch­mal fehlt, ist der Zu­sam­men­halt in­ner­halb der Ge­sell­schaf­ten“, är­ger­te sich der Chef­kar­ne­va­list. Die ver­gan­ge­ne Ses­si­on lob­te er für vie­le aus­ver­kauf­te Sä­le. Kei­ne Lö­sung gibt es der­zeit für die Wa­gen­bau­hal­le, in der es vor kur­zem schon wie­der zu klei­ne­ren Be­schä­di­gun­gen kam. „Da­ge­gen zu kämp­fen wird schwer“, sag­te Go­the. Ei­ne ähn­lich gro­ße Her­aus­for­de­rung sei der Veil­chen­diens­tags­zug ge­we­sen, ins­be­son­de­re die Ab­sper­run­gen mit Con­tai­nern und Lkw. „Es wird in den nächs­ten Jah­ren nicht bes­ser wer­den. Auch 2018 wird es sol­che Stra­ßen­sper­ren ge­ben“, er­klär­te Go­the.

Ei­nes är­ger­te ihn dann aber be­son­ders, näm­lich die Pro­kla­ma­ti­on. Die fin­det in die­sem Jahr am Frei­tag, 17. No­vem­ber, statt und zieht im nächs­ten Jahr we­gen Bau­ar­bei­ten in die Rhe­ydter Stadt­hal­le um. Die Pro­kla­ma­ti­on 2016 sei aber nicht rund ge­lau­fen. Man ha­be Kos­ten ein­ge­spart und al­les ge­tan für ei­ne tol­le Ver­an­stal­tung.

Auch die Ge­sell­schaf­ten zeig­ten sich un­zu­frie­den und mach­ten ih­rem Är­ger Luft. Denn das le­ben­de Büh­nen­bild aus Ab­ord­nun­gen al­ler Ge­sell­schaf­ten er­setz­te der MKV bei der Pro­kla­ma­ti­on durch ei­ne Lein­wand, auf der au­ßer Wer­bung und Lo­gos nicht viel zu se­hen war. Go­the hält das für mo­dern, gab aber zu, es in Sa­chen Wer­bung über­trie­ben zu ha­ben.

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