Va­ter Krö­te trägt den Laich

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - KINDERSEITE -

Ei­ner un­se­rer in­ter­es­san­tes­ten Fro­schlur­che ist lei­der nur noch sel­ten in Deutsch­land an­zu­tref­fen. Die nur et­wa vier Zen­ti­me­ter gro­ße Ge­burts­hel­fer­krö­te ver­steckt sich am liebs­ten un­ter gro­ßen St­ei­nen, wo sie vor Fein­den si­cher ist. Da wun­dert es nicht, dass man die­se Krö­te vor al­lem in al­ten St­ein­brü­chen fin­den kann. Aus ih­ren Ver­ste­cken her­aus be­gin­nen die männ­li­chen Krö­ten im Früh­jahr mit nächt­li­chen Ru­fen. Die­se er­in­nern an das Zir­pen von Gril­len. So­bald ei­nes der Weib­chen dem Ge­sang ver­fal­len ist, ver­lässt es sein Ver­steck und folgt in den Un­ter­schlupf des be­gna­de­ten Sän­gers. Nach­dem sich die bei­den Krö­ten ge­paart ha­ben und das Weib­chen sei­ne Eier ab­ge­legt hat, ge­schieht et­was sehr Un­ge­wöhn­li­ches: Der Krö­ten­mann wi­ckelt sich die Eier um die Hin­ter­bei­ne und passt von nun an meh­re­re Wo­chen auf den Nach­wuchs auf. Erst kurz be­vor die Kaul­quap­pen schlüp­fen, be­gibt sich das Männ­chen zum nächs­ten Teich und ent­lässt den Nach­wuchs ins Was­ser. Die­ses für­sorg­li­che Ver­hal­ten hat der Krö­te den Na­men ein­ge­bracht.

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