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Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - DIE TIERWELT -

Un­ser Kater war kohl­ra­ben­schwarz und hieß Möl­fes, wie der Ge­sel­le im Thea­ter­stück „Schnei­der Wib­bel“. Der liebt das Es­sen und fut­tert den an­de­ren gern mal was weg. Un­ser Möl­fes war Frei­gän­ger. Tags­über in un­se­rer Nä­he, ver­folg­te er nachts ei­ge­ne Plä­ne. Ei­nes Nachts fand ich die Ess­zim­mer­tür of­fen. Lei­ses Ge­pol­ter war zu hö­ren und dann tap­sen­de Pfo­ten. Ich mach­te Licht, da saß Möl­fes in höchs­ter Jagd­lei­den­schaft un­ter dem Tisch. Er fi­xier­te ei­nen Punkt un­ter der Eck­bank: Ei­ne klei­ne Maus drück­te sich ganz eng an die Wand. Dann schoss der Kater vor, jag­te die Maus in die an­de­re Ecke und blieb sprung­be­reit vor ihr sit­zen. Da stell­te sich die Maus auf die Hin­ter­pfo­ten und streck­te die Vor­der­pfo­ten vor wie ein Bo­xer. Fast bil­de­te ich mir ein, sie ru­fen zu hö­ren: „Komm her, wenn du was willst!“Ich ha­be die Maus ein­ge­fan­gen und im Gar­ten frei­ge­las­sen. Das hat­te sie sich red­lich ver­dient. Möl­fes fand das wahr­schein­lich we­ni­ger. Die­se Ge­schich­te schick­te uns Kar­la Kre­mer aus Hil­den.

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