Der Wes­ten ist ein schil­lern­der Be­griff

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - STIMME DES WESTENS -

Her­kunft Der Wes­ten oder auch das christ­li­che Abend­land stan­den ur­sprüng­lich für den frü­he­ren West­teil des Rö­mi­schen Reichs, der 476 n.Ch. un­ter­ge­gan­gen ist. Dort er­hielt das la­tei­ni­sche Chris­ten­tum die von Rom aus­ge­hen­de ka­tho­li­sche, spä­ter auch pro­tes­tan­ti­sche Prä­gung – im Ge­gen­satz zur grie­chisch-or­tho­do­xen Welt und zum Is­lam (Mor­gen­land). Kal­ter Krieg In dem Sys­tem­kon­flikt mit dem Kom­mu­nis­mus ver­stand man un­ter dem Wes­ten das ide­el­le und mi­li­tä­ri­sche Bünd­nis der frei­en, de­mo­kra­ti­schen und markt­wirt­schaft­li­chen Staa­ten ge­gen den Mos­kau­er Block und den chi­ne­si­schen Mao­is­mus. Zu­ge­hö­rig­keit Seit dem Mau­er­fall ver­ste­hen sich die frei­en Staa­ten des Wes­tens als Wer­te-, Wirt­schafts- und Si­cher­heits­ge­mein­schaft. Da­zu zäh­len die Län­der des al­ten und um die mit­te­lund ost­eu­ro­päi­schen Staa­ten er­wei­ter­ten Mi­li­tär­bünd­nis­ses Na­to, die auf en­ge Zu­sam­men­ar­beit aus­ge­rich­te­te Eu­ro­päi­sche Uni­on und die neu­tra­len Staa­ten Is­land, Nor­we­gen und Schweiz so­wie Ja­pan, Tai­wan, Is­ra­el, Süd­afri­ka, Aus­tra­li­en und Neu­see­land. Ge­mein­sam ist die­sen Län­dern die Ver­an­ke­rung der rechts­staat­li­chen De­mo­kra­tie und der wirt­schaft­li­chen Frei­heit.

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