Miss­brauchs­pro­zess ge­gen Bill Cos­by hat be­gon­nen

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - KRUSCHEL ERKLÄRT’S -

PHILADELPHIA (ap) Der we­gen se­xu­el­len Miss­brauchs an­ge­klag­te USEn­ter­tai­ner Bill Cos­by ist ges­tern zum Pro­zess­auf­takt er­schie­nen. Der 79-Jäh­ri­ge fuhr am Mor­gen un­ter gro­ßem Me­di­en­an­drang am Ge­richts­ge­bäu­de in ei­ner Vor­stadt von Philadelphia vor. Fra­gen, wie ihm zu­mu­te sei, über­ging er lä­chelnd und oh­ne Ant­wort.

Cos­by wird vor­ge­wor­fen, 2004 ei­ne Be­kann­te un­ter Dro­gen ge­setzt und sich an ihr ver­gan­gen zu ha­ben. der En­ter­tai­ner hat an­ge­kün­digt, nicht aus­zu­sa­gen. Noch für die­se Wo­che wird ei­ne Aus­sa­ge der Klä­ge­rin er­war­tet. Cos­by be­zeich­net die se­xu­el­len Hand­lun­gen von da­mals als ein­ver­nehm­lich. Die Klä­ge­rin wird von 13 Frau­en un­ter­stützt, die ähn­li­che Vor­wür­fe ge­gen Cos­by er­he­ben. Für den Pro­zess sind et­wa zwei Wo­chen an­ge­setzt.

Ent­schei­dend für sei­nen Ver­lauf könn­te ei­ne Er­klä­rung Cos­bys sein, die er in ei­nem frü­he­ren Ver­fah­ren mach­te. Da­bei hat­te er aus­ge­sagt, dass er Frau­en, mit de­nen er Sex ha­ben woll­te, das Be­ru­hi­gungs­mit­tel Methaqualon – um­gangs­sprach­lich Quaa­lu­des – ge­ge­ben ha­be. Cos­bys An­wäl­te ar­gu­men­tie­ren, ihm sei da­mals ver­spro­chen wor­den, dass es kei­ne An­kla­ge ge­gen ihn ge­ben wür­de. Au­ßer­dem sei­en Zeu­gen ge­stor­ben und Er­in­ne­run­gen ver­wischt. Er­schwe­rend hin­zu kom­me, dass der 79-Jäh­ri­ge heu­te blind sei.

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