Pro Wo­che wer­den 392 Ei­mer im Stadt­ge­biet ge­leert

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - KULTUR - VON RUTH WIED­NER-RU­NO

KORSCHENBROICH Schmud­del­ecken wie über­vol­le Müll­ei­mer oder auf­ge­ris­se­ne Plas­tik­tü­ten an Bus­buch­ten und Park­plät­zen sor­gen im­mer wie­der zu Miss­klang. Al­lein im Kor­schen­broi­cher Stadt­ge­biet ste­hen 392 Müll­ei­mer. Sie wer­den nach An­ga­ben von Stadt­spre­che­rin An­net­te Lan­ge „rou­ti­ne­mä­ßig min­des­tens ein­mal in der Wo­che ge­leert“. Ver­ant­wort­lich für Lee­rung und Rei­ni­gung der öf­fent­li­chen Pa­pier­kör­be ist der Städ­ti­sche Ei­gen­be­trieb Stadt­pfle­ge (SAB). Neur­al­gi­sche Punk­te wer­den laut Stadt­pfle­geChef Tho­mas Kochs auch zwei- bis drei­mal pro Wo­che an­ge­fah­ren. Das Um­feld der S-Bahn­hö­fe in Klei­nen­broich und Korschenbroich ha­ben bei der Rei­ni­gung „höchs­te Prio­ri­tät“, eben­so di­ver­se an­de­re Be­rei­che wie bei­spiels­wei­se der Wald­spiel­platz in Ra­der­b­roich. Hoch­ge­rech­net sei­en das 580 Ab­fuhr­vor­gän­ge pro Wo­che oder rund 30.200 pro Jahr. Nicht nur die Bür­ger re­agie­ren ver­är­gert auf die Schmud­del­ecken, auch der Stadt­pfle­ge-Chef stellt klar: „Die 392 Ei­mer sind nicht zur Ent­sor­gung von Haus­müll, groß­flä­chi­gem Ver­pa­ckungs­ma­te­ri­al oder von Fla­schen ge­dacht.“Zu­dem weist er dar­auf hin, dass Ab­fäl­le auch dann nicht ein­fach in der Land­schaft ent­sorgt wer­den dür­fen, wenn ein Müll­ei­mer et­wa durch ei­ne groß­for­ma­ti­ge Ver­pa­ckung voll be­zie­hungs­wei­se ver­stopft sei. „Die Zu­nah­me wil­der Müll­kip­pen in die­sem Jahr ist er­schre­ckend“, be­klagt Kochs die Ent­wick­lung. Ei­nen wei­te­ren Miss­stand führt er bei­spiel­haft an: „Bei der Über­prü­fung der gel­ben Sä­cke sei­en die ge­kenn­zeich­net wor­den, de­ren Inhalt nicht vor­schrifts­mä­ßig ge­we­sen sei. Dar­auf­hin sei­en ei­ni­ge die­ser Sä­cke an ver­schie­de­nen Glas­con­tai­nern ab­ge­stellt wor­den. „Die Sä­cke muss­ten auf­wen­dig ent­sorgt wer­den“, schimpft Kochs. Sein Ap­pell: „Bit­te ver­su­chen Sie, Ab­fall zu ver­mei­den, sach­ge­recht zu tren­nen und ord­nungs­ge­mäß zu ent­sor­gen.“

AR­CHIV- FO­TO: -WI

Bei­spiel Han­nen­platz: 392 Ei­mer wer­den re­gel­mä­ßig ge­leert.

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