RTV nimmt Dül­ke­ner Hand­bal­ler auf

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - SPORT LOKAL -

Beim Nach­barn gab es Pro­ble­me, für Rheydt ist das ei­ne ein­ma­li­ge Ge­le­gen­heit.

HAND­BALL (win) Das ist ein Quan­ten­sprung für den Rhe­ydter TV: In der kom­men­den Sai­son über­nimmt er die Spiel­be­rech­ti­gung der SG Dül­ken in der Hand­ball-Ver­bands­li­ga, und das, ob­wohl sei­ne ers­te Her­ren­mann­schaft in der Kreis­li­ga A das Ta­bel­len­en­de zier­te. Nun er­öff­nen sich ganz neue Mög­lich­kei­ten.

Für den tra­di­ti­ons­rei­chen Klub aus Dül­ken ist das na­tür­lich bit­ter. „Das tut schon ex­trem weh“, sag­te Ni­k­las Voß. Als Spie­ler­trai­ner hat­te er mit ei­ni­gen Mit­strei­tern in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ver­sucht, im Män­ner­hand­ball in Dül­ken wie­der et­was auf­zu­bau­en. Nun müs­sen sie die­ses Un­ter­neh­men als ge­schei­tert be­trach­ten. 2013 hat­ten sich die Dül­ke­ner frei­wil­lig aus der Ober­li­ga zu­rück­ge­zo­gen. Das neue, von Voß be­treu­te Team, das zu­nächst in der Be­zirks­li­ga spiel­te, spä­ter aber die Spiel­klas­se der ers­ten Mann­schaft über­nahm, ar­bei­te­te sich wie­der bis in die Ver­bands­li­ga vor. In der ver­gan­ge­nen Spiel­zeit si­cher­te sich der Auf­stei­ger in ei­nem span­nen­den End­spurt den Ver­bleib in der Li­ga.

Doch nun gab es Pro­ble­me. Wich­ti­ge Spie­ler wie Fe­lix Him­mel, der sich be­ruf­lich nach Han­no­ver ver­än­dert, Len­nard Gre­ven (TV Lob­be­rich) oder Max Gre­ven und Mark Käm­mer­ling, die kür­zer­tre­ten wol­len, bre­chen weg, ad­äqua­ten Er­satz gab es nicht. Im Ab­tei­lungs­vor­stand hät­ten zu­dem ei­ni­ge si­gna­li­siert auf­zu­hö­ren, so Voß. „Wir ha­ben in al­le Rich­tun­gen über­legt. Vom Um­feld her war es schwie­rig. Ich hät­te es fast al­lei­ne ma­chen müs­sen, und das war für mich nicht mög­lich.“

Von Gui­do Heyne, der beim Rhe­ydter TV die Frau­en­mann­schaft in der Ober­li­ga trai­niert und par­al­lel da­zu das Trai­ner­amt in Dül­ken über­neh­men woll­te, kam dann der Vor­schlag, das Spiel­recht in der Ver­bands­li­ga an den RTV ab­zu­tre­ten. In ei­nem ge­mein­sa­men Ge­spräch ver­stän­dig­ten sich schließ­lich der SGVor­sit­zen­de Frank Rim­kus, sein Stell­ver­tre­ter Jür­gen Böd­de­ker so­wie Sa­bi­ne Plaß­wilm und Rolf May­er aus dem Ab­tei­lungs­vor­stand des RTV auf die­se Lö­sung. Rim­kus woll­te dies ge­gen­über un­se­rer Re­dak­ti­on nicht kom­men­tie­ren.

„Mir war wich­tig, dass die Jungs, die in Dül­ken ge­spielt ha­ben, auch wei­ter in der Ver­bands­li­ga spie­len kön­nen“, er­klär­te Voß. Das kön­nen sie nun un­ter dem Dach des RTV. Beim ers­ten Trai­ning fan­den sich dort 22 Ak­teu­re ein. „Das war na­tür­lich geil“, sag­te der neue Coach Heyne. Die Vor­be­rei­tung be­ginnt kom­men­de Wo­che. „Für Rheydt ist das ei­ne ein­ma­li­ge Ge­le­gen­heit. Es wird na­tür­lich un­heim­lich schwer, den Klas­sen­ver­bleib zu schaf­fen. Aber wir wol­len Voll­gas ge­ben und mit Spaß da ran­ge­hen. Ich den­ke po­si­tiv und glau­be dar­an“, sag­te Heyne.

FOTOS (2): IM­A­GO

Ju­li­an Korb sah in Glad­bach kei­ne Per­spek­ti­ve mehr und geht zu Han­no­ver 96, dem Ex-Klub von Bo­rus­si­as Ka­pi­tän Lars St­indl.

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