Uni­ty­me­dia darf Rou­ter nicht un­ge­fragt zu Hots­pot ma­chen

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - WIRTSCHAFT -

KÖLN (dpa) Der Ka­bel­netz­be­trei­ber Uni­ty­me­dia darf auf dem W-LanRou­ter ei­nes Kun­den nicht ei­gen­mäch­tig ein zwei­tes Netz für an­de­re Nut­zer ak­ti­vie­ren. Ei­ne Frei­schal­tung sei nicht zu­läs­sig, wenn der Ver­brau­cher sein Ein­ver­ständ­nis nicht aus­drück­lich er­klärt ha­be, ur­teil­te das Land­ge­richt Köln und gab da­mit der Ver­brau­cher­zen­tra­le NRW in ei­nem Rechts­streit über die Er­rich­tung so­ge­nann­ter WiFiS­pots recht (Ak­ten­zei­chen 31 O 227/16).

Der Ka­bel­netz­be­trei­ber Uni­ty­me­dia kom­men­tier­te das Ur­teil nicht. Es sei noch nicht rechts­kräf­tig, der­zeit wer­de das wei­te­re Vor­ge­hen ge­prüft, hieß es ges­tern in ei­ner Stel­lung­nah­me. Uni­ty­me­dia ist in Nord­rhein-West­fa­len, Hes­sen und Ba­den-Würt­tem­berg ak­tiv und ge­hört mit Vo­da­fo­ne zu den zwei füh­ren­den Ka­bel­netz­be­trei­bern in Deutsch­land.

Vor gut ei­nem Jahr hat­te Uni­ty­me­dia sei­ne Kun­den per Post dar­über in­for­miert, dass auf ih­ren WLan-Rou­tern ein zwei­tes Netz ak­ti­viert wer­de. Un­ter­bleibt ein Wi­der­spruch, wer­den die­se Net­ze au­to­ma­tisch an­ge­schal­tet. Ziel: Von un­ter­wegs kön­nen an­de­re Uni­ty­me­dia-Kun­den über die­se neu­en Hots­pots kos­ten­los ins In­ter­net ge­hen und Mo­bil­funk­da­ten­vo­lu­men spa­ren. Ei­nen ähn­li­chen Ser­vice bie­tet zum Bei­spiel die Deut­sche Te­le­kom ge­mein­sam mit der spa­ni­schen Fir­ma Fon an.

Die Vor­ge­hens­wei­se von Uni­ty­me­dia hat­te aber die Ver­brau­cher­zen­tra­le be­an­stan­det. Die Be­reit­stel­lung von Hots­pots für Kun­den wer­de zwar grund­sätz­lich be­grüßt, aber den Auf­bau dür­fe das Un­ter­neh­men nicht ei­gen­mäch­tig vor­neh­men, wenn die Zu­stim­mung des Kun­den feh­le.

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