MANN DES TAGES

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - UNTERHALTUNG - P R : E G A T N O M / T A V I R P : O T F

Der US-Schau­spie­ler (67) hat die po­li­ti­sche Füh­rung in Deutsch­land ge­lobt. „Ich bin sehr froh und dank­bar, dass die Deut­schen gera­de jetzt das Rich­ti­ge tun – für Sta­bi­li­tät und

Moral ein­ste­hen“, sag­te Gere der Zeit­schrift „Ga­la“. ka­len Fir­men ge­zwun­gen, weil sie nach­wei­sen müs­sen, dass sie be­reits Er­fah­rung im An­bau von me­di­zi­ni­schem Can­na­bis ha­ben.“

Trotz sei­ner Vor­er­fah­rung in den USA muss auch Bryan Eb­sty­ne die­sen Nach­weis er­brin­gen. Laut Can­na­bi­sagen­tur sind nur Län­der für die­sen Nach­weis zu­läs­sig, die nach dem glo­ba­len Ein­heits­ab­kom­men über Be­täu­bungs­mit­tel aus dem Jahr 1961 pro­du­zie­ren. Die­ses Ab­kom­men bil­det bis heu­te die Ba­sis der welt­wei­ten Dro­gen­kon­trol­le. „Sie er­klä­ren nicht war­um, aber die Can­na­bis­pro­duk­ti­on der USA fällt laut Can­na­bi­sagen­tur nicht un­ter die Richt­li­ni­en die­ses Ab­kom­mens“, sagt Eb­sty­ne. Ent­spre­chend groß ist der Kon­kur­renz­kampf um Ka­na­das füh­ren­de Pro­du­zen­ten von me­di­zi­ni­schem Can­na­bis. Lan­ge hat Eb­sty­ne ver­han­delt, bis er ei­nen Part­ner ins Boot ho­len konn­te. Am En­de hat sein Kon­zept trotz al­lem über­zeugt: Bis zu 35 Mil­lio­nen Eu­ro wird die Part­ner­fir­ma, de­ren Na­men er der­zeit noch nicht nen­nen darf, in sein Star­t­up in­ves­tie­ren.

130 Pfle­ger schwir­ren je­den Tag bei Le­aph in Washington durch die Flu­re und ach­ten dar­auf, dass je­de Pflan­ze genau das be­kommt, was sie braucht. „Men­schen zu fin­den, die gut mit Can­na­bis um­ge­hen kön­nen, wird für mich auch in NRW ein The­ma“, sagt Eb­sty­ne. Er wird zwi­schen 20 und 75 An­ge­stell­te brau­chen, die sich um die Pflan­zen küm- mern. Stel­len­aus­schrei­bun­gen für Can­na­bis­gärt­ner kom­men für ihn nicht in Fra­ge. Nach über 20 Jah­ren in NRW ist der US-Ame­ri­ka­ner gut ver­netzt. All­zu schwer soll­te es ihm nicht fal­len, Ex­per­ten zu fin­den. Laut Bericht des Bun­des­kri­mi­nal­am­tes wer­den nir­gends in Deutsch­lands so vie­le il­le­ga­le In­door-Plan­ta­gen aus­ge­ho­ben wie in NRW. Trotz­dem geht Eb­sty­ne da­von aus, dass er sei­nen zu­künf­ti­gen Mit­ar­bei­tern viel bei­brin­gen muss. „Denn il­le­ga­ler und in­dus­tria­li­sier­ter An­bau sind zwei völ­lig ver­schie­de­ne Din­ge.“So-

wohl Eb­sty­ne als auch Ge­org Wurth vom deut­schen Hanf­ver­band sind über­zeugt, dass es nur ei­ne Fra­ge der Zeit ist, bis Can­na­bis auch in Deutsch­land le­ga­li­siert wird. „Man sieht das schon dar­an, wie stark die Can­na­bi­sagen­tur die Be­darfs­zah­len nach oben ge­schraubt hat“, sagt Wurth, „von 160 Ki­lo­gramm im Jahr 2016 auf zwei Ton­nen in den nächs­ten drei Jah­ren.“Wurths Schät­zun­gen zu­fol­ge deckt das den Be­darf von bis zu 13.000 Pa­ti­en­ten. „Aber ich den­ke, dass wir schon En­de die­ses Jah­res mehr als 10.000 Pa­ti­en­ten mit ent­spre­chen­dem Re­zept ha­ben wer­den, ob­wohl es der­zeit noch sehr ver­hal­ten ver­schrie­ben wird.“

In Müns­ter, Köln und Düs­sel­dorf je­den­falls sind Pi­lot-Pro­jek­te zum kon­trol­lier­ten Can­na­bis-Ver­kauf in Pla­nung. Dass die Fra­ge nach dem rich­ti­gen Um­gang mit dem Kraut auch hier ein The­ma ist, zeigt sich in der Sta­tis­tik des Lan­des­kri­mi­nal­am­tes zu den ver­däch­tig­ten Can­na­bis­kon­su­men­ten in NRW 2015. Dem­nach ist die Zahl der Can­na­bis­kon­su­men­ten im ver­gan­ge­nen Jahr in den meis­ten Re­gio­nen deut­lich ge­stie­gen.

Bryan Eb­sty­nes Ziel ist es, Klein­kri­mi­nel­le von der Stra­ße zu ver­drän­gen, in­dem er ih­nen den Schwarz­markt ka­putt macht. Denn wird Can­na­bis le­gal ver­kauft, lohnt sich das Ge­schäft für die meis­ten Dea­ler nicht mehr.

Bryan Eb­sty­ne in sei­ner le­ga­len Can­na­bis-Plan­ta­ge

in den USA.

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