Stu­den­ten pla­nen ein Re­tro-Wo­che­n­en­de

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LOKALES - VON GUNDHILD TILLMANNS

Das „Event mit Wir­kung in die Re­gi­on“soll sich nach­hal­tig für das An­se­hen von Jü­chen loh­nen.

JÜ­CHEN Zehn Stu­den­ten der Fach­hoch­schu­le für öf­fent­li­che Ver­wal­tung in Köln ha­ben für die Ge­mein­de Jü­chen jetzt als prak­ti­sche Stu­di­en­ar­beit ein „Event mit Wir­kung“, wie sie es nen­nen, ge­plant und zur Um­set­zung vor­be­rei­tet. Ein Re­tro­wo­chen­en­de soll vom 1. bis 3. Ju­ni 2018 min­des­tens 5.500 Be­su­cher an­lo­cken: So genau ha­ben es die Stu­den­ten be­reits be­rech­net für die not­wen­di­ge Fi­nan­zie­rungs­pla­nung. Für die Be­su­cher­zah­len ha­ben sie ei­nen Mit­tel­wert aus den Er­fah­run­gen der Clas­sic Days und des Fa­mi­li­en­fes­tes auf Schloss Dyck zu­grun­de ge­legt.

Ge­fei­ert wer­den soll auf dem Jü­che­ner Markt­platz mit Mu­sik und Tanz, Spei­sen, Ge­trän­ken und Un­ter­hal­tungs­an­ge­bo­ten aus den 70ern und 80ern. Der TV Jü­chen will sei­ne Tän­zer schi­cken, die schon die Cho­reo­gra­phi­en ganz in der Ma­nier von „Sa­tur­day Night Fe­ver“ein­stu­die­ren. Auf dem Po­lo-Ge­län­de soll es ein gro­ßes Au­to­ki­no für 300 Fahr­zeu­ge und ein Har­ley-Da­vid­son- Tref­fen ge­ben. Ein Club ha­be be­reits zu­ge­sagt, mit bis zu 20 wert­vol­len his­to­ri­schen Ma­schi­nen mit da­bei zu sein, kün­dig­ten die Stu­den­ten an. Ih­re Pla­nung geht auch ins De­tail: Sie ha­ben ei­nen Si­cher­heits­dienst mit ein­kal­ku­liert. Der soll auch nachts die Auf­bau­ten auf dem Markt­platz be­wa­chen, um sich nach den ne­ga­ti­ven Er­fah­run­gen vom ver­gan­ge­nen Weih­nachts­markt vor Van­da­lis­mus zu schüt­zen. Ins­ge­samt soll das Re­tro­wo­chen­en­de, in- klu­si­ve des Si­cher­heits­diens­tes, nach Be­rech­nung der Stu­den­ten knapp 13.000 Eu­ro kos­ten. Da­bei sei al­ler­dings das Au­to­ki­no noch nicht kal­ku­liert. Durch Ein­tritts­gel­der, Stand­ge­büh­ren und Spon­so­ren soll ein Groß­teil der Kos­ten wie­der „ein­ge­spielt“wer­den, wo­bei die Haupt­be­las­tung durch Mu­sik­grup­pen er­war­tet wird, die an zwei Aben­den auf der Büh­ne für Par­ty­stim­mung sor­gen sol­len. Tags­über soll ein DJ auf dem Markt­platz die stil­ech­te Re- tro­be­schal­lung über­neh­men. Ob sich die Ge­mein­de Jü­chen nun der Rea­li­sie­rung die­ser St­un­den­ten­plä­ne und ei­ner mög­li­chen Rest­fi­nan­zie­rung an­neh­men will, müs­sen Ver­wal­tung und Po­li­tik in ei­nem nächs­ten Schritt ent­schei­den. Wenn für ein Ta­ges­ti­cket 2,50 Eu­ro und ei­ne Wo­chen­end­kar­te vier Eu­ro be­rech­net wer­den, dann könn­ten et­wa 9500 Eu­ro an Ein­tritts­gel­dern ein­ge­nom­men wer­den. Da­zu kä­men die Stand­ge­büh­ren. Nach Abrech­nung von et­wa 4800 Eu­ro für Mu­sik und Ge­ma, knapp 2200 Eu­ro für den Sa­ni­täts­dienst und eben­falls knapp 2200 Eu­ro für die Se­cu­ri­ty blie­be ein vor­aus­sicht­li­ches De­fi­zit von 2300 Eu­ro, ha­ben die St­un­den­ten be­rech­net. Sie räum­ten aber ein, dass sie ih­re Spon­so­ren­su­che und - an­spra­che noch nicht be­en­det hät­ten. Die Ge­mein­de Jü­chen be­kom­me mit ei­nem sol­chen Event ein Al­lein­stel­lungs­merk­mal und ge­win­ne an po­si­ti­ver Au­ßen­wir­kung auf dem Weg zur Stadt. Da­zu müs­se das Re­tro­fest ste­tig wie­der­keh­rend in den Ver­an­stal­tungs­ka­len­der auf­ge­nom­men wer­den, sa­gen die Stu­den­ten..

FOTO: GE­ORG SALZ­BURG

Die Stu­den­ten des Pro­jek­tes mit Do­zent Re­né Schlös­ser (v. r.) und Wirt­schafts­för­de­rin Ani­ka Schmitz (5.v.r.).

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