Ge­leb­tes Ge­setz

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LESERBRIEFE -

Ei­ni­ge Deu­tun­gen und Fol­ge­run­gen in dem Es­say „zur Wür­di­gung un­se­res Grund­ge­set­zes“zu des­sen 68. Ge­burts­tag kön­nen nicht un­wi­der­spro­chen blei­ben. Na­tür­lich ist es ge­mäß Grund­ge­setz je­der­manns freie Ent­schei­dung, wem er die Hand gibt oder nicht. Das hat Tho­mas de Mai­ziè­re si­cher nicht in Zwei­fel zie­hen wol­len mit sei­ner Aus­sa­ge zur Leit­kul­tur. Wir ge­ben uns zur Be­grü­ßung die Hand, ge­meint aber ist – wie der Es­say­ist rich­tig fest­stellt – das Grund­ge­setz grenzt nie­man­den aus, und da­mit darf nie­mand pro­vo­ka­tiv den Hand­schlag aus men­schen­un­wür­di­gen Be­weg­grün­den (Ge­schlecht, Re­li­gi­on, Haut­far­be etc.) ver­wei­gern. Das Grund­ge­setz macht al­so nicht „je­de Leit­kul­tur ob­so­let“, son­dern Leit­kul­tur ist das prak­ti­zier­te, das ge­leb­te Grund­ge­setz/Leit­ge­setz. Helmut Brau­ers 47608 Gel­dern

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