Wer mehr Geld for­dert, muss da­für be­stimm­te For­ma­li­en ein­hal­ten.

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - BERUF KARRIERE & -

( tmn) Ver­mie­ter kön­nen die Mie­te auch in lau­fen­den Miet­ver­hält­nis­sen er­hö­hen, um sie an die orts­üb­li­che Ver­gleichs­mie­te an­zu­pas­sen. Ein­fach ver­fü­gen darf der Ver­mie­ter ei­ne Miet­erhö­hung aber nicht, er­klärt der Deut­sche An­walt­ver­ein (DAV). Für die zu­sätz­li­che For­de­rung müs­sen be­stimm­te For­ma­li­en ein­ge­hal­ten wer­den.

Grund­sätz­lich muss das Miet­erhö­hungs­ver­lan­gen for- ma­le An­for­de­run­gen er­fül­len: Es muss vom Ver­mie­ter schrift­lich er­fol­gen und be­grün­det sein. Au­ßer­dem muss die Frist von zwölf Mo­na­ten zur er­neu­ten Er­hö­hung ein­ge­hal­ten wer­den. Auch muss der Mie­ter der Miet­erhö­hung zu­stim­men. Da­her hat er den Rest des Mo­nats, in dem er das Schrei­ben er­hält, plus zwei wei­te­re Mo­na­te Zeit, das Miet­erhö­hungs­ver­lan­gen zu prü­fen. Wäh­rend die­ser Zeit muss er die er­höh­te Mie­te noch nicht zah­len.

Ist der Mie­ter mit der Miet­erhö­hung ein­ver­stan­den, ge­nügt ei­ne form­lo­se Zu­stim­mung an den Ver­mie­ter. Zahlt er vor­be­halt­los die er­höh­te Mie­te, gilt das eben­falls als ei­ne Ein­ver­ständ­nis­er­klä­rung. Wei­gert sich der Mie­ter al­ler­dings zu zah­len, kann der Ver­mie­ter da­ge­gen kla­gen. Der Fall wird dann wo­mög­lich vor Ge­richt ent­schie­den.

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