Nix ver­steht die Frau vom Fleisch

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - KULTUR -

Ken­nen Sie die­sen TV-Spot aus dem Su­per­markt, in dem ER an der Fleisch­the­ke erst zur Sa­che kommt, wenn SIE in Rich­tung Man­gospal­ten und fett­ar­mer Hall­o­u­mi ab­ge­da­ckelt ist? Den fin­den wir je­des Mal zum Schie­ßen. Wie ei­gent­lich so je­des über­spitz­te Spiel mit Mann-Frau-Kli­schees.

Bis Sams­tag. An der Fleisch­the­ke, de­ren fach­kun­di­ges Per­so­nal wir sehr schät­zen. Da steht ne­ben uns plötz­lich so ein Kas­sen­schrank-Typ, das vor­ner­um et­was dün­ne Haupt­haar hin­ten ge­zopft, und or­dert Fleisch. Viel Fleisch. So viel, dass die Fach­frau nicht al­les da hat. Sie emp­fiehlt ein an­de­res Stück Fleisch. Er rümpft mit un­an­ge­mes­se­nem EkelPa­thos die Na­se. Sie sagt trotz­dem freund­lich, das las­se sich gut bra­ten. Er sagt, sie ver­ste­he nix von Kern­tem­pe­ra­tur. Und dann, in ei­nem Ton, der uns noch ta­ge­lang frös­teln lässt: „Ich! Bra­te! Nicht! Ich! Gril­le!“

Ehr­lich? So ei­ner hat doch le­bens­lang Zuc­chi­ni-Spie­ße ver­dient. Oder das Ge­wit­ter am Sams­tag­abend. Das hat­ten wir ihm sehr ge­wünscht. sg

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