Klei­ne Pi­lo­ten sau­sen in Sei­fen­kis­ten durch Lied­berg

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - KULTUR -

To­bi­as Ven­nen (15) war mit 26,6 Se­kun­den der schnells­te Fah­rer aus dem Ort. Ins­ge­samt gab es 51 Star­ter.

LIED­BERG (cka) Der 13-jäh­ri­ge Yan­nick Pie­per aus Mön­chen­glad­bach zählt zu den Pi­lo­ten, die sich so­fort auf das Ren­nen ein­ge­las­sen ha­ben. Er ging in der grün-gelb be­mal­ten Sei­fen­kis­te von sei­nem Be­kann­ten Klaus Lehneis an den Start, die die­ser in mü­he­vol­ler Ar­beit seit Sep­tem­ber selbst ge­baut hat. Bei­de bil­de­ten ges­tern beim be­lieb­ten Sei­fen­kis­ten­ren­nen im his­to­ri­schen Orts­kern vom Lied­berg qua­si ein Team, wenn auch nur Yan­nick Pie­per in dem klei­nen Flit­zer die Stra­ßen her­un­ter­sau­sen durf­te. Ganz schön holp­rig ging’s da her. „Aber das Rat­tern auf dem Kopf­stein­pflas­ter ist auch das, was Spaß macht“, er­zähl­te Pie­per, der im ver­gan­ge­nen Jahr auf das Sei­fen­kis­ten­ren­nen in Lied­berg auf­merk­sam ge­wor­den war. Nach zwei Tests stand für ihn fest: Die 90-Grad-Kur­ve am En­de der 250 Me­ter lan­gen Renn­stre­cke ist die Kur­ve, die al­les ent­schei­det. „Die muss man mit or­dent­lich Schwung durch­fah­ren.“Tat­säch­lich muss­ten die 51 Kin­der im Al­ter von acht bis 16 Jah­ren, die ges­tern an der Kult-Ver­an­stal­tung teil­nah­men, Fin­ger­spit­zen­ge­fühl an den Tag le­gen und je­de Lenk­be­we­gung ganz ge­nau ab­stim­men. Nur so konn­ten ei­ni­ge Fah­rer Spit­zen­zei­ten von un­ter 27 Se­kun­den für die ge­sam­te Stre­cke er­rei­chen. Wich­tig wa­ren da­bei vor al­lem gu­te Brem­sen.

Die ex­ak­ten Zei­ten ha­ben Fach­leu­te mit Hil­fe von Licht­schran­ken ge­mes­sen. „Wir ha­ben die Fah­rer in meh­re­re Al­ters­klas­sen auf­ge­teilt. Die Fah­rer, die die schnells­ten Zei­ten fah­ren, er­hal­ten Po­ka­le“, sag­te Ralf From­men, der im Hei­mat­ver­ein Lied­berg das Amt des Ge­schäfts­füh­rers in­ne­hat und das Sei­fen­kis­ten­ren­nen ge­mein­sam mit Dirk Arm­brust aus dem Vor­stand or­ga­ni­siert. Mit 51 Teil­neh­mer sei das Ren­nen die­ses Jahr deut­lich grö­ßer aus­ge- fal­len als 2016. Da­mals wa­ren nur 38 Renn­fah­rer in selbst­ge­bau­ten Wa­gen, die teil­wei­se über Ge­ne­ra­tio­nen ver­erbt wur­den, an den Start ge­gan­gen.

Be­glei­tet wur­de die Ver­an­stal­tung von ei­nem klei­nen Rah­men­pro­gramm im Orts­kern, wo vie­le Zu­schau­er „ih­ren“Fah­rern vom Stra­ßen­rand aus zu­ju­bel­ten und an­feu­er­ten.

Bei der Sie­ger­eh­rung ges­tern Abend wur­den schließ­lich der 15jäh­ri­ge To­bi­as Ven­nen als schnells­ter Lied­ber­ger Fah­rer (26,6 Se­kun­den) und der eben­falls 15 Jah­re al­te Pe­ter Schmitz (25,8 Se­kun­den) als all­ge­mein schnells­ter Fah­rer beim Sei­fen­kis­ten­ren­nen 2017 aus­ge­zeich­net.

FO­TO: D. ILGNER

In sol­chen schlicht ge­hal­te­nen Sei­fen­kis­ten düs­ten 51 Kin­der durch Lied­berg.

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