Prei­se für zwei Stu­den­tin­nen

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LOKALES -

No­ra Brin­kert und The­re­sa Brink­mann er­hiel­ten die Aus­zeich­nun­gen.

STADT­TEI­LE (RP) Seit ei­nem knap­pen Jahr ist die Hoch­schu­le Nie­der­rhein in Be­sitz ei­ner Näh­ma­schi­ne, die elek­trisch leit­fä­hi­ge Fä­den ver­ar­bei­ten kann. Ei­ne Spe­zi­al­an­fer­ti­gung, die mit dem För­der­geld der Wil­helm-Lorch-Stif­tung an­ge­schafft wur­de und sich der­zeit noch im Pro­to­typ­sta­tus be­fin­det. Im Rah­men ih­rer Ba­che­l­or­ar­beit un­ter­such­te Stu­den­tin No­ra Brin­kert die Funk­tio­na­li­tät der Ma­schi­ne und er­stell­te ein Hand­buch zur Nut­zung. Für ih­re Ar­beit wur­de sie jetzt mit dem Preis des Ver­ban­des der Rhei­ni­schen Tex­til- und Be­klei­dungs­in­dus­trie aus­ge­zeich­net, über­ge­ben von Ver­bands-Ge­schäfts­füh­rer Pro­fes­sor Wolf­gang Klei­ne­brink auf der Mes­se „MG zieht an“.

No­ra Brin­kert hat un­zäh­li­ge Naht­mus­ter er­stellt, dies mit Vi­de­os und Mess­pro­to­kol­len do­ku­men­tiert, um bei­spiels­wei­se funk­tio­na­le Fä­den de­fi­niert in ei­ne Naht ein­zu­ar­bei­ten. Ent­stan­den sind neu­ar­ti­ge Stich­va­ri­an­ten, die noch nicht in der Norm dar­ge­stellt sind. Die Ar­beit mit dem Ti­tel „Ex­pe­ri­men­tel­le Eva­lua­ti­on der Funk­tio­na­li­tät ei­ner neu­ar­ti­gen Zier­stich-Näh­ma­schi­ne so­wie 3D-Mo­del­lie­rung der Stich­va­ria­tio­nen mit der Soft­ware TexGen“er­laubt es jetzt Stu­die­ren­den und Mit­ar­bei­ten­den am Fach­be­reich Tex­til- und Be­klei­dungs­tech­nik, die Ma­schi­ne für For­schungs­pro­jek­te zu nut­zen. Be­treut wur­de die Ar­beit von Prof. Dr.-Ing. Kers­tin Zöll.

„Die Ma­schi­ne ist ein ab­so­lu­ter Mehr­wert für uns. Sie er­mög­licht die Ar­beit an in­dus­trie­re­le­van­ten In­no­va­ti­ons­the­men, aber auch For­schungs­ar­bei­ten las­sen sich über spe­zi­el­le Fea­tu­res rea­li­sie­ren“, sagt Prof. Dr. An­ne Schwarz-Pfeif­fer, Lei­te­rin des Pro­jekts „Krea­ti­ve Fü­ge­tech­no­lo­gie zur Ver­ar­bei­tung funk­tio­na­ler Garn­ma­te­ria­li­en“, in des­sen Rah­men das För­der­geld für die Näh­ma­schi­ne ge­flos­sen war. Ein wei­te­rer Preis des Ver­ban­des ging an The­re­sa Brink­mann für ih­re Mas­ter­ar­beit „ECOPOLIS – Nach­hal­ti­ge De­sign­stra­te­gi­en in Mo­de- und Tex­til­de­sign für das Le­ben in der Stadt von mor­gen“.

In der Ab­schluss­ar­beit geht es um nach­hal­ti­ge Mo­de und res­sour­cen­scho­nen­de Li­fe­style-Kon­zep­te für „Ecopolis“– die Stadt als zen­tra­len Le­bens­raum der Zu­kunft. Die Mas­ter­ar­beit von The­re­sa Brink­mann ist als Ge­gen­kon­zept zur heu­te gän­gi­gen Fast Fa­shion zu ver­ste­hen. „Es geht um hoch­wer­ti­ge, aus er­neu­er­ba­ren Res­sour­cen und in­no­va­ti­ven Ma­te­ria­li­en her­ge­stell­te Mo­de, in ei­ner klei­nen aber viel­fäl­tig kom­bi­nier­ba­ren „Cap­su­le-Kol­lek­ti­on“. Die Ar­beit ist ein sehr gu­tes Bei­spiel für zu­kunfts­fä­hi­ges, äs­the­tisch an­spruchs­vol­les, tex­ti­les De­sign“, er­läu­tert Be­treue­rin Prof. Dipl.-Des. El­len Bendt.

FO­TO: STE­FAN VÖL­KER

Die Preis­trä­ge­rin­nen The­re­sa Brink­mann (links) und No­ra Brin­kert mit ih­ren Pro­fes­so­rin­nen El­len Bendt und Dr. Kers­tin Zöll.

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