La­schet-Wahl für 27. Ju­ni ge­plant

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - VORDERSEITE -

Neue Lan­des­re­gie­rung will Ret­tungs­pa­ket für an­ge­schla­ge­ne Ki­tas schnü­ren.

DÜS­SEL­DORF (tor) Schon am kom­men­den Frei­tag wol­len CDU und FDP ih­ren Ko­ali­ti­ons­ver­trag vor­stel­len. Das ga­ben ges­tern die bei­den Ge­ne­ral­se­kre­tä­re Bo­do Lött­gen (CDU) und Jo­han­nes Vo­gel (FDP) be­kannt. CDU-Spit­zen­kan­di­dat Ar­min La­schet soll in ei­nem Son­der­ple­num des Land­ta­ges am 27. Ju­ni zum Mi­nis­ter­prä­si­den­ten ge­wählt wer­den.

Die Zu­stim­mung der Lan­des­par­tei­en zum Ko­ali­ti­ons­ver­trag gilt als Form­sa­che. Die CDU will da­zu am 24. Ju­ni ei­nen Lan­des­par­tei­tag in Neuss ab­hal­ten, und die FDP bis zum 23. Ju­ni ein Vo­tum ih­rer Mit­glie­der ab­fra­gen. Bis zu La­schets Wahl bleibt die am 14. Mai ab­ge­wähl­te rot-grü­ne Lan­des­re­gie­rung ge­schäfts­füh­rend im Amt.

In der jüngs­ten Ver­hand­lungs­run­de ei­nig­ten sich CDU und FDP auf die Eck­punk­te in der Fa­mi­li­en­und In­te­gra­ti­ons­po­li­tik. Ina Schar­ren­bach (CDU) kün­dig­te an, dass das drit­te Ki­ta-Jahr in NRW bei-

Bo­do Lött­gen trags­frei blei­ben wird. Weil die noch von Rot-Grün be­schlos­se­ne Über­brü­ckungs­fi­nan­zie­rung nicht aus­rei­che, wer­de Schwarz-Gelb ein neu­es Ret­tungs­pa­ket in noch un­be­kann­ter Hö­he für die Kin­der­ta­ges­be­treu­ung schnü­ren. Die Öff­nungs- zei­ten der Be­treu­ungs­ein­rich­tun­gen sol­len er­heb­lich fle­xi­bler wer­den. Au­ßer­dem will Schwarz-Gelb ein neu­es Lan­des-Ju­gend­par­la­ment ein­füh­ren, das ein ei­ge­nes An­trags­recht beim Land­tag er­hält.

FDP-Frak­ti­ons­vi­ze Joa­chim Stamp kün­dig­te ei­ne neue Flücht­lings­po­li­tik an. „Die In­te­gra­ti­ons­po­li­tik soll ver­bind­li­cher wer­den“, sag­te der FDP-Po­li­ti­ker. Die Schul­pflicht für Flücht­lin­ge soll bis zum 25. Le­bens­jahr aus­ge­dehnt und die Sprach­kurs-An­ge­bo­te für Flücht­lings­kin­der ab vier ver­stärkt wer­den. Au­ßer­dem will Schwarz-Gelb ei­ne „Of­fen­si­ve für Wer­te­ver­mitt­lung“star­ten. Un­ter an­de­rem sol­len da­bei Pro­mi­nen­te aus Sport, Kul­tur und Wirt­schaft für die Grund­ge­set­zWer­te wer­ben.

„Wir mer­ken, dass die Ge­mein­sam­kei­ten

groß sind“

Ge­ne­ral­se­kre­tär der NRW-CDU

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