Flug­ha­fen war den gan­zen Mon­tag „vom Netz“

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - KRUSCHEL ERKLÄRT’S - VON JAN SCHNETTLER

Rund 100 Flug­be­we­gun­gen – näm­lich al­le – sind ges­tern am Flug­ha­fen aus­ge­fal­len. Hin­ter­grund: In der Nacht zu Mon­tag hat­ten Un­be­kann­te ver­sucht, sich Zu­tritt zum Ge­län­de zu ver­schaf­fen, und da­bei an ei­nem Te­le­kom-Kas­ten sämt­li­che Ka­bel durch­trennt. „Das Ziel war of­fen­bar, die Alarm­an­la­ge aus­zu­schal­ten“, sag­te Tho­mas Köt­ter, Spre­cher des Düs­sel­dor­fer Flug­ha­fens, auf An­fra­ge. Weil al­le Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Da­ten­lei­tun­gen aus­fie­len – so war der Flug­ha­fen den gan­zen Tag auch nicht per Fest­netz zu er­rei­chen – muss­te der Be­trieb kom­plett aus­ge­setzt wer­den.

Man ha­be An­zei­ge ge­gen Un­be­kannt ge­stellt, sag­te Köt­ter wei­ter; es sei of­fen­bar ei­ne neue Ma­sche von Tä­tern, kom­plet­te Lei­tungs­strän­ge durch­zu­ha­cken. Den gan­zen Tag über sei mit Hoch­druck dar­an ge­ar­bei­tet wor­den, die Lei­tun­gen wie­der zu re­pa­rie­ren. Am Abend soll­ten ers­te wie­der her­ge­stellt sein; für den heu­ti­gen Diens­tag ge­he man da­von aus, dass der re­gu­lä­re Be­trieb wie­der auf­ge­nom­men wer­den kann, sag­te Köt­ter am Abend.

Der Glad­ba­cher Flug­ha­fen ist ei­ne 70-pro­zen­ti­ge Toch­ter des Düs­sel­dor­fer Air­ports. 36.706 Flug­be­we­gun­gen gab es im Jahr 2016, der über­wie­gen­de Teil da­von ent­fällt auf ge­werb­li­che Schul­flü­ge. Doch auch der Werft­be­trieb Rhein­land Air Ser­vice be­nö­tigt die Start- und Lan­de­bahn, eben­so zahl­rei­che Pri­vat­flie­ger.

AR­CHIV-FO­TO: REICHARTZ

Spu­ren­si­che­rung am Tat­ort in Wick­rath.

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