Werk­statt­ge­flüs­ter

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - KRUSCHEL ERKLÄRT’S -

Ich spre­che jetzt nur von „der Per­son“, nicht von Frau oder Mann, blond oder braun, groß oder klein. Ei­ne Per­son eben, sonst kommt zu schnell der Vor­wurf, Kli­schees oder Vor­ur­tei­le zu füt­tern.

Al­so: Ei­ne „Per­son“kam zur Au­to­werk­statt und woll­te ei­ne In­spek­ti­on. Ant­wort auf die Fra­ge des Mit­ar­bei­ters nach dem Kfz-Schein: „Ha­be ich nicht“. „Wel­chen Wa­gen denn?“„Ich glau­be ei­nen Smart.“„Wie viel PS hat er denn, dann kön­nen wir die Auf­trags­an­nah­me schon mal ma­chen?“

„Kei­ne Ah­nung, war­ten Sie, ich ruf mal an.“Ein Te­le­fon­ge­spräch. „Man sagt mir 61 PS“„Ben­zin oder Die­sel?“„Weiß ich nicht“Ei­gent­lich er­war­te­te man nun, dass der Mit­ar­bei­ter jetzt doch mal vor­sich­tig nach­fragt, ob „die Per­son“über­haupt ein Au­to und nicht doch ein Schiff zu In­spek­ti­on an­mel­den möch­te. Doch der Werk­statt­mit­ar­bei­ter war freund­lich und ver­ständ­nis­voll. Er woll­te ja den Auf­trag und über­haupt: Der Kun­de ist Ka­pi­tän, äähhh nein Kö­nig. „Ist es ein Ca­brio?“„Nein, ganz nor­mal, nur das Dach kann man ab­neh­men“„Al­so doch ein Ca­brio?“„Nein“„Ist bei der Fahrt nichts mehr über dem Fah­rer?“

„Doch, man kann ein Loch oben ins Au­to ma­chen“„Ahhhh...................Schie­be­dach“. Da­nach wur­de der Auf­trag vom Mit­ar­bei­ter mit „der Per­son“ge­macht.

Wer mög­li­chen Fort­set­zun­gen ger­ne mal zu­hö­ren möch­te: Der Ter­min für die In­spek­ti­on des Schiffs, ähhhh Au­tos ist nächs­te Wo­che Don­ners­tag um 14.30 Uhr.

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