Di­gi­ta­ler Wan­del

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - POLITIK -

(frin) „Das Di­gi­tals­te in der Schu­le dür­fen nicht die Pau­sen sein“, stand mar­kig auf den FDP-Wahl­pla­ka­ten. Nun müs­sen sie und die CDU lie­fern. Ein Di­gi­tal­mi­nis­te­ri­um wird es wohl nicht ge­ben, wahr­schein­li­cher ist, dass das Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um zu ei­ner Art Mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Di­gi­ta­les auf­ge­rüs­tet wird. Lei­ter könn­te Andre­as Pink­wart wer­den. Der FDP-Po­li­ti­ker ist ak­tu­ell Rek­tor der HHL Leip­zig Gra­dua­te School of Ma­nage­ment, ei­ner der Grün­der­schmie­den in Deutsch­land.

NRW soll zum grün­der­freund­lichs­ten Land wer­den. Start-ups will man ein bü­ro­kra­tie­frei­es ers­tes Jahr er­mög­li­chen. Mit ei­nem Grün­ders­ti­pen­di­um sol­len 1000 Un­ter­neh­mer ein Jahr lang mo­nat­lich mit 1000 Eu­ro un­ter­stützt wer­den. Die di­gi­ta­le Ver­wal­tung soll ge­nau­so vor­an­ge­trie­ben wer­den wie die di­gi­ta­le Bil­dung in Schu­len. Ein Pflicht­fach In­for­ma­tik wird es aber wohl zu­nächst nicht ge­ben, es wür­de Jah­re dau­ern, aus­rei­chend Leh­rer aus­zu­bil­den. Ein Schwer­punkt der Di­gi­tal­po­li­tik wird der Aus­bau von schnel­lem In­ter­net sein. „Wir wol­len NRW bis 2025 flä­chen­de­ckend mit Gi­ga­bit-Netz­wer­ken ver­sor­gen“, sagt FDP-Ver­hand­lungs­füh­rer Mar­cel Haf­ke: „Zu­nächst gilt in NRW ‚Glas­fa­ser first‘ und nicht das Auf­rüs­ten al­ter Kup­fer­ka­bel.“Man blei­be aber tech­no­lo­gie­of­fen, um auch künf­tig al­le in­no­va­ti­ven Tech­no­lo­gi­en ein­set­zen zu kön­nen, et­wa die neu­en Stan­dards von Ka­bel­netz­be­trei­bern oder den Mo­bil­funk­stan­dard 5G. För­der­pro­gram­me sol­len bes­ser ge­bün­delt wer­den. Bis 2025 will Schwarz-Gelb cir­ca sie­ben Mil­li­ar­den Eu­ro an Bun­des-, Lan­des- und EU-Mit­teln in­ves­tie­ren. Um die­se bes­ser ab­ru­fen zu kön­nen, wird die Platt­form Breit­band NRW wohl ge­stärkt. Ex­per­ten hal­ten das für sinn­voll: „Breit­band-Kom­pe­tenz­zen­tren in Län­dern wie Nie­der­sach­sen oder Hes­sen sind per­so­nell deut­lich stär­ker auf­ge­stellt“, sagt Jür­gen Kaack von STZ-Con­sul­ting, das auch für Breit­band NRW ar­bei­tet.

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