Ge­richt ver­bie­tet Apo­the­ken-Au­to­mat

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - WIRTSCHAFT -

MOSBACH (dpa) Im Rechts­streit um ei­nen Apo­the­ken-Au­to­ma­ten hat der Arz­nei­mit­tel-Ver­sand­händ­ler DocMor­ris ei­ne Nie­der­la­ge hin­neh­men müs­sen. Das Land­ge­richt im ba­den-würt­tem­ber­gi­schen Mosbach ha­be dem Un­ter­neh­men den Be­trieb vor­läu­fig un­ter­sagt, teil­te ei­ne Jus­tiz­spre­che­rin mit. Es folg­te ei­nem An­trag des Lan­des­apo­the­ker­ver­bands Ba­den-Würt­tem­berg, der das Ge­rät als wett­be­werbs­wid­rig an­sieht. DocMor­ris spricht da­ge­gen von le­gi­ti­mem Ver­sand­han­del. Das Ur­teil ist nicht rechts­kräf­tig.

DocMor­ris ver­kauft in der Ge­mein­de Hüf­fen­hardt nicht ver­schrei­bungs­pflich­ti­ge Arz­nei­mit­tel. Da­zu ge­ben Mit­ar­bei­ter in den Nie­der­lan­den das Me­di­ka­ment per Knopf­druck frei. Be­ra­ten wird per Vi­deochat. Das Ge­richt sieht den Be­trieb als un­zu­läs­sig an. Al­lein der Um­stand, dass die Arz­nei­mit­tel über ein Vi­deo­ter­mi­nal an­ge­for­dert wür­den, ma­che de­ren Ab­ga­be nicht zu ei­ner Be­stel­lung über den Ver­sand­han­del. Viel­mehr er­hal­te ein Kun­de das Me­di­ka­ment wie in ei­ner Apo­the­ke di­rekt. Und dann müs­se ein Kun­de da­zu vor Ort in Hüf­fen­hardt sein. Dies sei an­ders als imVer­sand­han­del.

Für je­den Fall der Zu­wi­der­hand­lung droht Doc Mor­ris ein Ord­nungs­geld von bis zu 250.000 Eu­ro.

FOTO: DPA

Der Doc-Mor­ris-Au­to­mat in Hüf­fen­hardt

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