Die­se Pro­mi­nen­ten sind Bo­rus­sia-Fans

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LOKALES - VON KARS­TEN KELLERMANN

Phil Col­lins tritt die­se Wo­che mehr­fach in Köln auf – sein Sohn Mat­t­hew nutz­te die Ge­le­gen­heit zu ei­ner Sta­di­on­füh­rung im Bo­rus­sia-Park. Doch auch vie­le Po­li­ti­ker, Au­to­ren, Schau­spie­ler, En­ter­tai­ner und Sport­ler be­ken­nen sich zum Ver­ein.

Wer so al­les Glad­bach-Fan ist! Mat­t­hew, der zwölf­jäh­ri­ge Sohn von Mu­sik­le­gen­de Phil Col­lins zum Bei­spiel. Er war nun bei ei­ner Sta­di­on­füh­rung im Bo­rus­sia-Park da­bei und ou­te­te sich als lang­jäh­ri­ger Fan. „Ich ha­be vor drei oder vier Jah­ren ein Spiel im Fern­se­hen ge­se­hen und moch­te die Art, wie Bo­rus­sia Fuß­ball ge­spielt hat“, sag­te der Sohn des Su­per­stars. Sein Va­ter tritt die­se Wo­che ins­ge­samt fünf­mal in der Köl­ner Lan­xess-Are­na auf.

„Vor drei oder vier Jah­ren“– das war in Glad­bach die Zeit des Auf­bruchs und Gip­fel­sturms un­ter Lu­ci­en Fav­re. Der jun­ge Mr. Col­lins hat sich al­so in den „Bo­rus­sia-Bar­ce­lo­na“-Stil ver­guckt. Der ist für die jüngs­te Ge­ne­ra­ti­on der Fans das, was frü­her das wil­de Kon­ter­spiel der Foh­len­elf war: Fuß­ball zum Ver­lie­ben. Col­lins Ju­ni­or kennt als ge­bür­ti­ger Schwei­zer ganz si­cher Fav­re, und er mag be­son­ders Yann Som­mer und Ni­co El­ve­di. „Aber Lars St­indl fin­de ich auch gut“, wird Mat­t­hew auf Bo­rus­si­as In­ter­net­sei­te zi­tiert. Er ver­passt im Li­vestream auf dem Han­dy kaum ein Spiel.

Phil Col­lins selbst ist auch Fuß­ball-Fan. Er fa­vo­ri­siert in­des die Tot­ten­ham Hot­spurs, sym­pa­thi­siert aber auch mit West Brom­wich Al­bi­on. Da der Sohn Bo­rus­se ist, dür­fe der Mu­si­ker jetzt aber si­cher auch mal hin­schau­en, wenn Glad­bach spielt. Nach dem Sta­di­on-Rund­gang im Bo­rus­sia-Park wür­de sein Fi­li­us gern mal ein Spiel des ver­ehr­ten Ver­eins li­ve se­hen. Na, der Pa­pa wird’s schon rich­ten! Da steht ver­mut­lich bald mal ein pro­mi­nen­ter Gast bei ei­nem Glad­bach-Spiel an.

Der­weil könn­te Mat­t­hew sei­ner Bo­rus­sia-Lei­den­schaft auch da­heim frö­nen. Die Col­lins’ le­ben seit 2015 in Mia­mi/Flo­ri­da. Und in den USA gibt es auch ei­nen of­fi­zi­el­len Glad­bach-Fan­klub: die USA Bo­rus­sen. Der wur­de im Som­mer 2015 ge­grün­det und hat gut 30 Mit­glie­der über­all aus den USA und Ka­na­da. „Wir wol­len die Bo­rus­sen-Kul­tur auch jen­seits des At­lan­tik ver­brei­ten“, heißt es auf der Web­site des Klubs. „Go Bo­rus­sia“ist der Slo­gan der USA-Bo­rus­sen. Es gibt re­gel­mä­ßi­ge Tref­fen und aus­führ­li­che Glad­bach-De­bat­ten im Fo­rum des Fan­klubs. So­gar den Ko­dex der Bo­rus­sen-Fans fin­det sich in eng­li­scher Über­set­zung auf der Sei­te des Klubs. Über ein pro­mi­nen­tes Mit­glied wie Mat­t­hew Col­lins wür­de man sich si­cher freu­en.

Auch ein Hol­ly­wood­star könn­te sich bei dem US-Fan­klub ein­brin­gen, denn na­tür­lich gibt es zahl­rei­che wei­te­re pro­mi­nen­te Bo­rus­sen­fans. Schau­spie­ler Vig­go Mor­ten­sen be­kann­te sich jüngst zu Bo­rus­sia. We­gen der Dä­nen-Tra­di­ti­on mö­ge er Glad­bach, ge­stand er am Ran­de der Os­car-Ver­lei­hung im Fe­bru­ar. Im Bo­rus­sia-Park war er noch nicht, da­für hat er aber schon Sta­di­on­spre­cher Tors­ten Knip­pertz, der auch Schau­spie­ler ist, ken­nen­ge­lernt – beim Dreh zum Film „Ei­ne dunk­le Be­gier­de“. Co­me­di­ans wie Mir­ja Boes (aus Vier­sen) und At­ze Schrö­der be­ken­nen sich eben­falls zu Bo­rus­sia, wie auch Kla­mauk-Mo­de­ra­tor Jo­ko Win­ter­scheidt und Mallor­ca-Bar­de Mi­ckie Krau­se. Der frü­he­re Bun­des­tags­prä­si­dent Wolf­gang Thier­se und Ex-NRW-Mi­nis­ter­prä­si­den­tin Han­ne­lo­re Kraft le­ben ih­re Bo­rus­sen-Zu­nei­gung eben­falls öf­fent­lich. Ein pro­mi­nen­ter Sym­pa­thi­sant durf­te so­gar schon im Bo­rus­sia-Park spie­len: Ita­li­ens Tor­wart­le­gen­de Gi­gi Buf­fon, der mit Ju­ven­tus Tu­rin in der Cham­pi­ons Le­ague in Glad­bach an­trat.

Ei­ner, der Bo­rus­sia so­gar ei­nen Ro­man-An­fang wid­me­te, ist lei­der 2013 ge­stor­ben: Autor Ja­kob Ar­jou­ni. Sei­ne Fi­gur je­doch, die Bo­rus­sia mag, lebt wei­ter: Ke­mal Ka­y­an­ka­ya, der im drit­ten Ro­man der Rei­he mit dem Pri­vat­de­tek­tiv sei­ne „Bo­rus­sia im Him­mel“auf­schreibt, das Glad­bach-Team für die Ewig­keit al­so: Kleff, Han­nes, Vogts, Front­zeck, Stie­li­ke, Bon­hof, Net­zer, Si­mon­s­en, Heynckes, Jen­sen, Lau­men.

FOTO: BO­RUS­SIA

Mat­t­hew Col­lins (12) war von der Sta­di­on­tour be­geis­tert.

FOTO: JO­HAN­NES KRUCK

Han­ne­lo­re Kraft

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