Ira­ni­scher Fuß­bal­ler will Frau­en im Sta­di­on

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - SPORT -

TEHERAN (dpa) Der Spiel­füh­rer der ira­ni­schen Fuß­ball­na­tio­nal­mann­schaft hat von Prä­si­dent Has­san Ru­ha­ni den Zu­gang von Frau­en in die Sta­di­en ge­for­dert. Der Prä­si­dent müs­se das seit der is­la­mi­schen Re­vo­lu­ti­on (1979) gel­ten­de Ver­bot auf­he­ben, sag­te der in Grie­chen­land ak­ti­ve Mas­sud Schod­scha­ei laut Nach­rich­ten­por­tal Var­zesh3 beim Tref­fen mit Ru­ha­ni.

Schod­scha­eis For­de­rung wird als Ta­bu­bruch an­ge­se­hen. Noch nie hat ein ira­ni­scher Fuß­bal­ler sich ge­traut, die Auf­he­bung of­fi­zi­ell zu for­dern. Der ein­fluss­rei­che Kle­rus ist der Auf­fas­sung, dass is­la­mi­sche Frau­en in Sta­di­en mit fre­ne­ti­schen männ­li­chen Fans und de­ren vul­gä­ren An­feue­run­gen nichts zu su­chen ha­ben. Da­her konn­ten weib­li­che Fans vor drei Ta­gen im Asa­di-Sta­di­on auch nicht die früh­zei­ti­ge Qua­li­fi­ka­ti­on für die WM 2018 in Russ­land mit­fei­ern, was aber Hun­dert­tau­sen­de von ih­nen nach dem Spiel auf den Stra­ßen nach­hol­ten.

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