Ängs­te ge­schürt

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LESERBRIEFE -

Ich bin sehr er­nüch­tert dar­über, dass die Rheinische Post das „Stich­wort Ra­ma­dan“(RP vom 27. Mai) mit Stich­wor­ten wie „Is­la­mis­ti­sche Grup­pen“, „An­schlä­ge“, „Au­to­bom­be“in Ver­bin­dung bringt. Die ers­ten Zei­len des kur­zen Tex­tes las­sen zu­nächst ver­mu­ten, dass die Re­dak­ti­on ein In­ter­es­se dar­an hat, die Le­ser neu­tral über den Fas­ten­mo­nat zu in­for­mie­ren. In Ra­tin­gen le­ben meh­re­re Tau­send Men­schen mus­li­mi­schen Glau­bens, de­ren All­tags­le­ben sehr vom hei­li­gen Mo­nat Ra­ma­dan ge­prägt wird, und ge­ra­de die hei­ßen Ta­ge stel­len sie vor gro­ße Her­aus­for­de­run­gen. Vor dem Hin­ter­grund freut es mich, wenn die Zei­tung ei­nen Bei­trag da­zu leis­tet, dass die Bür­ger über­ein­an­der in­for­miert sind. Doch mehr wert wä­re es ge­we­sen, ganz auf den Ar­ti­kel zu ver­zich­ten, der mit der fa­ta­len Ver­knüp­fung von Ra­ma­dan und is­la­mis­ti­schem Ex­tre­mis­mus in Zei­ten der oh­ne­hin ste­tig wach­sen­den Is­lam­pho­bie ei­nen deut­li­chen Bei­trag da­zu leis­tet, die vor­han­de­nen Ängs­te ge­gen­über dem Is­lam zu be­stä­ti­gen und wei­ter zu ver­schär­fen. Nu­ray Arik Mus­li­mi­sches Fa­mi­li­en­bil­dungs­werk Ra­tin­gen e.V.

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