Selt­sam: Vong Recht­schrei­bum her

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - KINDERSEITE -

Bei ei­ner Klas­sen­ar­beit kä­men sol­che Tex­te nicht so gut an. Vong Recht­schrei­bum her! Hier wim­melt es nur so von Feh­lern. Im In­ter­net stol­pert man mo­men­tan stän­dig über sol­che kur­zen Tex­te. Oft sind sie mit ei­nem Fo­to ver­bun­den. Dar­auf steht dann zum Bei­spiel: „Das Wetter ist schön vong Son­ne her.“Selbst auf gro­ßen Wer­be­pla­ka­ten tauch­ten ähn­li­che Sprü­che schon auf. Die Feh­ler ha­ben die Leu­te meist ex­tra ein­ge­baut. Vie­le fin­den das lus­tig, an­de­re eher al­bern. Auch Fach­leu­te fin­den die­sen Trend span­nend. Sie in­ter­es­sie­ren sich da­für, wie sich Spra­che ver­än­dert und wie Men­schen da­mit um­ge­hen. Ein Ex­per­te für all die­se Sprü­che ist ein Mann aus dem Bun­des­land Bay­ern. Er hat sich den Na­men Wil­ly Nach­denk­lich ge­ge­ben und ei­ne Face­book-Sei­te er­stellt. Dort kommt auch das Wort vong stän­dig vor. Weil er sich über Feh­ler im In­ter­net ge­är­gert hat, hat er sich feh­ler­haf­te Sät­ze aus­ge­dacht und ins Netz ge­stellt. Der Er­folg hat ihn selbst über­rascht. Wil­ly Nach­denk­lich freut sich über den Trend. „Vi­el­leicht steht ,vong’ in zwei Jah­ren ja tat­säch­lich im Du­den.“Da­für muss es aber über ei­nen lan­gen Zei­t­raum hin­weg in der Spra­che prä­sent sein. Und man­che fin­den schon jetzt, dass das Wort nicht mehr wit­zig und alt ist. dpa

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