Schlau­es Schaf in war­mer Wol­le

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - KULTUR -

Der Som­mer bringt ja viel Schö­nes ans Son­nen­licht. Aber die leich­ter wer­den­de Klei­dung bringt auch we­ni­ger An­sehn­li­ches zu Ta­ge. Wir wol­len jetzt aber nicht über die man­geln­de Äs­t­he­tik kurz­be­hos­ter Män­ner­bei­ne oder So­cken-in-San­da­len re­den. Zu­mal wir wis­sen, dass die­ser Hin­weis oh­ne­hin nichts nützt. Wir wol­len statt­des­sen auf den Si­cher­heits­as­pekt war­mer Win­ter­sa­chen hin­wei­sen. Auch im Som­mer. Wenn man zum Bei­spiel mal ver­se­hent­lich in ei­nen Zaun ge­rät und sich da­rin ver­hed­dert, dann kann das ziem­lich weh tun, wenn man bloß ein dün­nes Som­mer­kleid­chen trägt. Ges­tern ist es ei­nem Schaf pas­siert. Weiß der Him­mel, war­um es nicht ein­fach auf den Wie­sen ge­blie­ben ist, son­dern sich statt­des­sen im Ab­sperr­netz erst ver­fan­gen und dann ge­wis­ser­ma­ßen selbst ge­fes­selt hat. Je­den­falls kam es nicht al­lein her­aus, war schon ent­kräf­tet, als Pas­san­ten den Schä­fer rie­fen. Der be­frei­te das ar­me Tier, das in Null­kom­ma­nix wie­der putz­mun­ter war. Nicht ei­nen Krat­zer hat es ab­ge­kriegt – weil es noch die di­cke Wol­le trug. Na­tür­lich oh­ne San­da­len. sg

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