Rin­gels soll in Lür­rip sei­ne er­folg­rei­che Ar­beit fort­füh­ren

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LESERBRIEFE - VON KURT THEUERZEIT

FUSSBALL Er ist wie­der da. Wohl kei­ner hat­te da­mit ge­rech­net, ihn auf dem Platz zu se­hen, sei­ne Kom­man­dos zu hö­ren, noch ein­mal die Lür­ri­per zu über­neh­men, die er in die Lan­des­li­ga ge­führt hat­te und dort ein Jahr er­folg­reich be­treut hat­te. Ei­ner war sich al­ler­dings ganz si­cher ge­we­sen, dass er Nor­bert Rin­gels (61) noch ein­mal be­we­gen kann, als Trai­ner tä­tig zu wer­den: Lür­rips Prä­si­dent Andre­as Zim­mer­mann: „Wenn ich Nor­bert Rin­gels an­ru­fe und fra­ge, springt er vom So­fa auf und kommt.“Der ehe­ma­li­ge Bo­rus­sen-Pro­fi hat­te nach sei­ner ak­ti­ven Zeit als Trai­ner im Ama­teur­be­reich sehr er­folg­reich ge­ar­bei­tet. Gie­sen­kir­chen und Kor­schen­broich hat­te er aus der Kreis­li­ga B im Durch­marsch in die Be­zirks­li­ga ge­bracht. Da­nach hat­te er die Lür­ri­per über­nom­men und stieg mit ih­nen 2010 in die Lan­des­li­ga auf.

Schon als Pro­fi stand er nicht im­mer in der ers­ten Rei­he, war aber stets ein zu­ver­läs­si­ger Ak­teur, ein zwei­bei­ni­ger VW, auf den sich die Trai­ner ver­las­sen konn­ten. In Geis­ten­beck lern­te Rin­gels das Fuß­ball­spie­len, wech­sel­te dann zur Bo­rus­sia, wo er nach vier Jah­ren in der Ju­gend zehn Spiel­zei­ten in der Bun­des­li­ga ver­brach­te. Bei der Deut­schen Meis­ter­schaft 1976 ge­hör­te er dem Ka­der an, beim Ge­winn des Ue­fa-Po­kals stand er auf dem Platz.

„Von den Spie­lern, die in Lür­rip beim Auf­stieg da­bei wa­ren, wer­de ich auch in der kom­men­den Sai­son ei­ni­ge wie­der­tref­fen. Die sind mit ih­rer Er­fah­rung wich­tig, weil wir wei­ter den Um­bruch, die Ver­jün­gung des Ka­ders, fort­set­zen wol­len“, skiz­ziert Rin­gels sei­ne künf­ti­ge Auf­ga­be. Zu Mar­kus Kleff und Micha­el Har­ri­son wird dann wie­der Thors­ten Lip­pold sto­ßen, der ei­ni­ge Jah­re beim 1. FC Mön­chen­glad­bach und zu­letzt für den SV Strae­len spiel­te. Die­ses er­fah­re­ne Trio kann den Jungspun­den Sta­bi­li­tät ge­ben, wenn es vom Ver­let­zungs­pech ver­schont bleibt.

Die gu­te Er­in­ne­rung an die frü­he­ren er­folg­rei­chen Zei­ten in Lür­rip scheint ihm sei­ne Zu­sa­ge leicht ge­macht zu ha­ben. „Ich war da­mals to­tal leer, was Fuß­ball be­traf und ha­be nicht ge­dacht, dass das noch ein­mal an­ders wer­den könn­te. Doch dann bin ich im letz­ten Jahr wie­der häu­fi­ger bei Spie­len ge­we­sen, und es hat mir Spaß ge­macht. Zu­dem hängt mein Herz an Lür­rip“, sagt er.

Ei­ni­ge Ta­ge nach dem Sai­son­en­de wur­de er der Mann­schaft vor­ge- stellt, der er sei­ne Ide­en für die kom­men­de Sai­son vor­trug. Zim­mer­mann war von Rin­gels An­spra­che be­geis­tert. „Er hat deut­lich ge­macht, dass die Mann­schaft auf be­son­de­re An­nehm­lich­kei­ten ver­zich­ten, statt­des­sen aber in­ten­siv ar­bei­ten muss, um bei den Spie­len auch das ge­wünsch­te Ziel zu er­rei­chen“, sagt er. Und die­ses Ziel dürf­te in der kom­men­den Sai­son be­stimmt wie­der deut­lich hö­her an­ge­sie­delt sein als der 14. Platz in der vo­ri­gen Sai­son.

FO­TO: IMA­GO

Wuch­tig und meis­tens mit deut­li­chen Grö­ßen­vor­tei­len: Jan­nik Ves­ter­gaard (rechts, hier ge­gen Leip­zigs Oli­ver Bur­ke) hat bei Bo­rus­sia die Luft­ho­heit. Der ein oder an­de­re gu­te Kopf­ball­spie­ler könn­te dem Team noch gut­tun.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.