Sonntagsruhe sorg­te zur Kai­ser­zeit für De­bat­te

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - WIRTSCHAFT -

Wil­hel­mi­ni­sche Zeit Schon zur Zeit Kai­ser Wil­helms II. for­der­ten Un­ter­neh­men, dass ih­re Mit­ar­bei­ter auch am Sonn­tag zur Ar­beit er­schei­nen soll­ten. Am 1. Ju­ni 1892 be­en­det der Mon­arch die Dis­kus­si­on, in­dem er ei­ne Ge­wer­be­ord­nungs­no­vel­le er­ließ. Dort heißt es in Pa­ra­graf 105: „Zum Ar­bei­ten an Sonn- und Fest­ta­gen kön­nen die Ge­wer­be­trei­ben­den die Ar­bei­ter nicht ver­pflich­ten.“ Wei­ma­rer Re­pu­blik In der Wei­ma­rer Reichs­ver­fas­sung wur­de die Sonntagsruhe in Ar­ti­kel 139 fest­ge­schrie­ben – der Pas­sus hat bis heute Be­stand: „Der Sonn­tag und die staat­lich an­er­kann­ten Fei­er­ta­ge blei­ben als Ta­ge der Ar­beits­ru­he und der see­li­schen Er­he­bung ge­setz­lich ge­schützt.“

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.