Auf­he­bung von Frau­ke Pe­trys Im­mu­ni­tät be­an­tragt

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - VORDERSEITE -

DRES­DEN (dpa) Die Staats­an­walt­schaft Dres­den hat beim säch­si­schen Land­tag die Auf­he­bung der Im­mu­ni­tät von AfD-Che­fin Frau­ke Pe­try be­an­tragt. Hin­ter­grund sei­en An­schul­di­gun­gen we­gen Mein­ei­des, sag­te Land­tags­spre­cher Ivo Klat­te. Soll­te der Land­tag dem An­trag fol­gen, wä­re der Weg für ei­ne An­kla­ge frei.

Pe­try ist Ab­ge­ord­ne­te im Land­tag in Dres­den so­wie auch AfD-Bun­des­und Lan­des­vor­sit­zen­de. Die Staats­an­walt­schaft er­mit­telt seit mehr als ei­nem Jahr we­gen Mein­ei­des oder fahr­läs­si­gen Fal­schei­des ge­gen sie. Hin­ter­grund sind wi­der­sprüch­li­che Aus­sa­gen vor dem Wahl­prü­fungs­aus­schuss des Land­ta­ges im Zu­sam­men­hang mit der Auf­stel­lung der Kan­di­da­ten­lis­te der AfD zur Land- tags­wahl 2014. Dar­auf­hin wa­ren zwei Straf­an­zei­gen ge­gen Pe­try ge­stellt wor­den. Dem Land­tags­spre­cher zu­fol­ge wur­de be­reits En­de ver­gan­ge­ner Wo­che die Auf­he­bung ih­rer Im­mu­ni­tät be­an­tragt. Der zu­stän­di­ge Aus­schuss des Par­la­ments wer­de noch in die­ser Wo­che über das wei­te­re Vor­ge­hen be­ra­ten. Mit ei­ner Ent­schei­dung sei aber frü­hes­tens En­de Au­gust zu rech­nen.

Die Staats­an­walt­schaft hat­te sich im Mai ver­gan­ge­nen Jah­res zu­nächst ge­gen ein Er­mitt­lungs­ver­fah­ren ent­schie­den. Die Be­grün­dung, dass der Wahl­prü­fungs­aus­schuss kei­ne zur Ab­nah­me von Ei­den zu­stän­di­ge Stel­le im Sin­ne des Straf­ge­setz­bu­ches sei, war je­doch kurz dar­auf von der Ge­ne­ral­staats­an­walt­schaft kas­siert wor­den.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.