Gol­fer Ko­ep­ka über­rascht mit US-Open-Sieg

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - SPORT -

ERIN (sid/dpa) Den ers­ten Tri­umph bei ei­nem Ma­jor-Tur­nier wid­me­te Brooks Ko­ep­ka sei­nem Va­ter. „Ich ha­be es nicht ein­mal ge­schafft, ihm ei­ne Kar­te zu schi­cken“, sag­te der Golf­pro­fi nach sei­nem über­ra­schen­den Sieg bei der 117. US Open, der ihm in Erin am ame­ri­ka­ni­schen Va­ter­tag ge­lang. Ko­ep­ka, größ­ten­teils un­be­kannt, ka­ta­pul­tier­te sich mit vier kon­stant gu­ten Run­den in die Welt­spit­ze. Erst­mals wird er in der Welt­rang­lis­te als Zehn­ter in den Top Ten ge­führt. „Das mit der Kar­te ver­zei­he ich ihm na­tür­lich“, twit­ter­te Bob Ko­ep­ka nach dem Coup.

Der Sie­ger­scheck von 2,16 Mil­lio­nen Eu­ro krön­te ei­ne star­ke Leis­tung – 16 Schlä­ge un­ter Par hat­te zu­vor nur der Nord­ire Ro­ry McIl­roy (2011) bei ei­ner US Open ge­schafft - und war zu­gleich Lohn für die nicht im­mer leich­ten Zei­ten.

Die Kar­rie­re des 27-Jäh­ri­gen ver­lief recht un­ge­wöhn­lich. Nach dem Col­le­ge (2012) tin­gel­te Ko­ep­ka zu­nächst auf der zweit­klas­si­gen Chal­len­ge Tour durch Eu­ro­pa, wo er 2013 sei­ne Kar­rie­re be­en­den woll­te. „Nicht we­gen des Heim­wehs“, sag­te Ko­ep­ka, „son­dern weil ich ein­fach des Golfs über­drüs­sig war.“Ob­wohl er zu­vor be­reits zwei Sie­ge ein­ge­fah­ren hat­te und vor dem Schluss­tag der Fred Ol­sen Chal­len­ge de Espa­na in Füh­rung lag, of­fen­bar­te er sei­nem Ma­na­ger die Ab­sicht. Ko­ep­ka spiel­te aber doch, ge­wann das Tur­nier – und be­reut sei­ne Ent­schei­dung heute nicht im Ge­rings­ten.

Ko­ep­ka qua­li­fi­zier­te sich für die Eu­ro­pa Tour, sam­mel­te auf der ja- pa­ni­schen Tour wei­te­re Er­fah­rung. Sein Durch­bruch auf der lu­kra­ti­ven US-Tour ge­lang dem Ry­der-CupSpie­ler im Fe­bru­ar 2015 mit dem Sieg bei der Pho­enix Open.

„Die Wo­che ver­lief nicht so, wie ich es er­war­tet hat­te“, sag­te Mar­tin Kay­mer (Mett­mann). Deutsch­lands Top­gol­fer be­nö­tig­te 289 Schlä­ge – 17 mehr als Ko­ep­ka – und lan­de­te auf dem 35. Platz. Nach ei­ner schwa­chen Run­de mit 79 Schlä­gen rutsch­te Ste­phan Jä­ger (Mün­chen) noch auf Rang 60 ab.

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