St­indl ist rund­um wert­voll für Löw

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - SPORT LOKAL -

Das war ein Auf­takt nach Maß­in­denCon­fed-Cup­für Lars St­indl: Nach ex­akt 4:14 Mi­nu­ten traf Bo­rus­si­as Na­tio­nal­spie­ler zum 1:0 und eb­ne­te so den Weg zum 3:2-Sieg Deutsch­lands ge­gen Aus­tra­li­en im ers­ten Spiel der „Mi­ni-WM“in Russ­land. Es war der ers­te Tref­fer des 28-Jäh­ri­gen in sei­nem drit­ten Län­der­spiel, dem zwei­ten Pflicht­spiel. Das führ­te gleich zu ein paar Ku­rio­si­tä­ten: Bei der WM 2014 hat­te Tho­mas Mül­ler das ers­te deut­sche Tor ge­schos­sen, nun war es St­indl, bei­de tra­gen beim DFB die Num­mer 13. Zu­gleich war es das ers­te Con­fed-Cup-Tor für Deutsch­land seit dem 21. Ju­ni 2005, als Micha­el Bal­lack im Spiel um Platz drei den 4:3-Sieg ge­gen Me­xi­ko ge­si­chert hat­te – mit der Num­mer 13 auf dem Rü­cken. Und ganz ne­ben­bei war es das ers­te Län­der­spiel­tor ei­nes Bo­rus­sen seit Max Kru­se ein Dop­pel­pack beim 7:0 ge­gen Gi­bral­tar ge­lun­gen war – am 13. Ju­ni 2015.

Ins­ge­samt war die Par­tie ge­gen Aus­tra­li­en ein gu­ter Auf­tritt von St­indl. Nicht nur, dass er die star­ke Vor­ar­beit von Ju­li­an Brandt über rechts per Diekt­ab­nah­me aus dem Straf­raum zum 1:0 ein­schoss, er be­weg­te sich auch mit viel Über­sicht, lief die Geg­ner im­mer wie­der an, stell­te ih­nen die Pass­we­ge zu oder schuf mit sei­nen Lauf­we­gen Räu­me für die ei­ge­nen Mit­spie­ler. Da­zu fiel er im­mer wie­der mit in­tel­li­gen­ten Dop­pel­päs­sen auf, Ziel­spie­ler da­für war oft Ju­li­an Drax­ler auf links Au­ßen, ein­mal setz­te er die­ses Mit­tel sehr ge­winn­brin­gend mit Le­on Go­retz­ka ein – der Schal­ker wur­de nach St­indls prä­zi­sem Zu­spiel im Straf­raum ge­foult, den fäl­li­gen Elf­me­ter schoss Drax­ler ein. Zu­vor hat­te ei­ne schar­fe Her­ein­ga­be von Bo­rus­si­as Ka­pi­tän von rechts in der Mit­te sei­nen Sturm­part­ner San­dro Wa­gner nur nicht ge­fun­den, weil Mat­t­hew Le­ckie da­zwi­schen grätsch­te. In der 48. Mi­nu­te war er zu­dem ers­ter Gra­tu­lant bei Go­retz­ka nach des­sen 3:1.

Doch nicht nur nach vor­ne, auch nach hin­ten ar­bei­te­te St­indl im­mer wie­der mit, si­cher­te et­wa schon mal ge­gen gleich drei Aus­tra­li­er den Ball. Er ver­dien­te sich bis zu sei­ner Aus­wechs­lung in der 77. Mi­nu­te das Prä­di­kat rund­um wert­voll für Bun­des­trai­ner Joa­chim Löw.

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