Re­gie­rung dis­tan­ziert sich von NS-Kampf­pi­lot

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - POLITIK -

BER­LIN (qua) Das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um hat sich von dem einst als Wehr­machtspi­lo­ten ver­ehr­ten Wer­ner Möl­ders deut­lich dis­tan­ziert. „Vor dem Hin­ter­grund der an den de­mo­kra­ti­schen Frei­heits­wer­ten aus­ge­rich­te­ten Kon­zep­ti­on der In­ne­ren Füh­rung und des die­ser Kon­zep­ti­on zu­grun­de lie­gen­den Leit­bil­des des mün­di­gen Staats­bür­gers in Uni­form ist Wer­ner Möl­ders nicht sinn­stif­tend für die Bun­des­wehr und da­her auch nicht tra­di­ti­ons­wür­dig“, heißt es in ei­ner Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf An­fra­ge der Links­frak­ti­on.

Wer­ner Möl­ders war ein hoch­de­ko­rier­ter Kampf­pi­lot wäh­rend der NS-Zeit. 2005 ent­schied der da­ma­li­ge Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Pe­ter Struck (SPD), dass Bun­des­wehr­ein­rich­tun­gen nicht län­ger den Na­men Möl­ders tra­gen dür­fen. Die Lin­kenAb­ge­ord­ne­te Eva Bul­ling-Schrö­ter be­grüß­te die kla­re Dis­tan­zie­rung der Bun­des­re­gie­rung von Möl­ders. Sie kri­ti­sier­te aber, um­so mehr ver­wun­de­re es, dass das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um die Möl­ders-Ver­eh­rung in­ner­halb der Bun­des­wehr als ver­meint­li­che Pri­vat­sa­che wei­ter dul­de. Die Linke for­der­te ein Ver­bot der Möl­ders-Ver­ei­ni­gung.

FO­TO: PRI­VAT

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.