Achen­bach schei­tert er­neut vor Ge­richt

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - KULTUR -

DÜS­SEL­DORF (sg) Im neu auf­ge­roll­ten Zi­vil­ver­fah­ren um Scha­den­er­satz, den der we­gen Be­trugs ver­ur­teil­te Kunst­be­ra­ter Hel­ge Achen­bach den Kin­dern des ver­stor­be­nen Al­di-Nord-Er­ben Bert­hold Al­brecht zah­len soll, hat das Düs­sel­dor­fer Land­ge­richt ges­tern die Scha­dens­sum­me leicht nach unten kor­ri­giert. Statt 19,4 muss Achen­bach nun­mehr 18,7 Mil­lio­nen Eu­ro zah­len, au­ßer­dem macht das Ur­teil auch Achen­bachs in­zwi­schen in­sol­ven­te Fir­men Sta­te of the Art und Achen­bach Kunst­be­ra­tung scha­den­er­satz­pflich­tig. Über die­se Fir­men hat­te Achen­bach Bert­hold Al­brecht Kunst und Old­ti­mer ver­kauft und da­bei ver­deck­te Pro­vi­sio­nen kas­siert, teils in­dem er Rech­nun­gen fälsch­te. Da­für war er zu sechs Jah­ren Haft ver­ur­teilt wor­den, die er der­zeit im of­fe­nen Voll­zug ver­büßt. Im Scha­den­er­satz­pro­zess hat­te sein An­walt an­ge­deu­tet, Al­brecht könn­te nicht mehr ge­schäfts­fä­hig ge­we­sen sein, als er mit Achen­bach Ge­schäf­te mach­te – dann wä­ren die Ver­trä­ge nich­tig und müss­ten rück­gän­gig ge­macht wer­den. Das Ar­gu­ment wies der Vor­sit­zen­de der Zi­vil­kam­mer ges­tern zu­rück. Man kön­ne auch ei­nen Nicht-Ge­schäfts­fä­hi­gen täu­schen und be­trü­gen, sag­te der Rich­ter, am Scha­den­er­satz­an­spruch än­de­re das nichts.

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