Ka­len­der­blatt 21. Ju­ni 1978

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - UNTERHALTUNG -

Bei der Fuß­ball-Welt­meis­ter­schaft 1978 in Ar­gen­ti­ni­en gab es zwei Grup­pen­pha­sen. Wer sich in der Vor­run­de als Grup­pen­ers­ter oder -zwei­ter durch­setz­te, konn­te sich in ei­ner von zwei neu­en Grup­pen für das Fi­na­le oder das Spiel um Platz drei qua­li­fi­zie­ren. Am letz­ten Spiel­tag die­ser Zwi­schen­run­de ging es für das Team aus Ös­ter­reich um nichts mehr. Es hat­te zwei­mal ver­lo­ren und kei­ne Chan­ce mehr wei­ter­zu­kom­men. Die Deut­schen hin­ge­gen konn­ten noch et­was aus ih­rer Aus­gangs­la­ge ma­chen. Sie hat­ten zwei­mal un­ent­schie­den ge­spielt und hät­ten zu­min­dest das Spiel um Platz drei noch er­rei­chen kön­nen. Doch es kam an­ders. Karl-Heinz Rum­me­nig­ge er­ziel­te zwar früh den Füh­rungs­tref­fer für Deutsch­land, nach der 59. Mi­nu­te folg­ten aber zwei schnel­le Tref­fer für die Ös­ter­rei­cher. Bernd Höl­zen­bein schaff­te noch ein­mal den Aus­gleich, be­vor ein Tor des Ös­ter­rei­chers Hans Krankl (Fo­to) das Schick­sal der deut­schen Na­tio­nal­mann­schaft be­sie­gel­te: Sie muss­te, wie die Ös­ter­rei­cher, nach der Zwi­schen­run­de nach Hau­se flie­gen. Am En­de sa­ßen bei­de Na­tio­nal­mann­schaf­ten so­gar in der­sel­ben Ma­schi­ne. Der Emp­fang in der Hei­mat konn­te kaum un­ter­schied­li­cher sein. Da die deut­sche Mann­schaft als klar über­le­gen ge­gol­ten hat­te, nann­te man das Spiel in Deutsch­land bald „Schmach von Cordo­ba“– wäh­rend in Ös­ter­reich die „Hel­den von Cordo­ba“ge­fei­ert wur­den.

TEXT: JENI / FO­TO: RZEPKA/AUGENKLICK

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