Dis­put um Fol­ge­kos­ten für Ta­ge­bau

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - KULTUR -

FWG-Chef fragt Bür­ger­meis­ter nach Rück­stel­lun­gen für Ewig­keits­schä­den.

JÜCHEN (gt) Wenn es um Fol­ge­kos­ten aus dem Ta­ge­bau Garz­wei­ler geht, die RWE Po­wer mög­li­cher­wei­se ei­nes Ta­ges nicht mehr über­neh­men kann, dann lässt FWG-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Ge­rolf Hom­mel nicht lo­cker. Des­halb kon­fron­tiert er Bür­ger­meis­ter Ha­rald Zil­li­kens zur nächs­ten Rats­sit­zung nicht nur mit ei­ner neu­er­li­chen An­fra­ge zu den so­ge­nann­ten Ewig­keits­kos­ten. Er hält Zil­li­kens auch ein von ihm mit un­ter­zeich­ne­tes Schrei­ben an die vor­ma­li­ge NRW-Mi­nis­ter­prä­si­den­tin Han­ne­lo­re Kraft vor.

In die­sem Schrei­ben aus dem Jahr 2015 drin­gen die Bür­ger­meis­ter aus Jüchen, Titz und Er­kelenz so­wie der Mön­chen­glad­ba­cher Ober­bür­ger­meis­ter auf „ei­ne mün­del­si­che­re An­la­ge aus­kömm­lich zu bil­den­der Rück­stel­lun­gen“. Denn der Ta­ge­bau Garz­wei­ler II ver­ur­sa­che Ewig­keits­kos­ten, de­ren Hö­he un­ab­seh­bar sei­en, heißt es in dem Schrei­ben des da­mals noch in­for­mel­len Pla­nungs­ver­ban­des der vier Kom­mu­nen, die dar­in ih­rer Sor­ge Aus­druck ge­ben.

Hom­mel will des­halb bei der nächs­ten Rats­sit­zung, die am 6. Ju­li statt­fin­den soll, vom Bür­ger­meis­ter ei­ne Ant­wort auf sei­ne Fra­ge: „War­um wur­de im Rat am 30. März, als un­ser An­trag zu Ewig­keits­kos­ten be­ra­ten wur­de, nicht er­klärt, dass sich der Pla­nungs­ver­band schon 2015 dem The­ma ge­wid­met hat?“Hom­mel will au­ßer­dem wis­sen, wie die zu­stän­di­gen Be­hör­den, Mi­nis­te­ri­en, die Lan­des­re­gie­rung auf die von den Bür­ger­meis­tern vor­ge­tra­ge­nen Sor­gen re­agiert ha­ben.

Bür­ger­meis­ter Zil­li­kens fragt Hom­mel: Da in dem Schrei­ben vom Pla­nungs­ver­band mün­del­si­che­re Rück­stel­lun­gen für Ewig­keits­schä­den ge­for­dert wür­den, Zil­li­kens aber er­klärt ha­be, dass dies kein The­ma des Pla­nungs­ver­ban­des sei, stel­le sich die Fra­ge, war­um dann die vier Bür­ger­meis­ter die­se For­de­rung auf­ge­stellt und un­ter­schrie­ben hät­ten? Und schließ­lich fragt er pro­vo­kant: „Wird sich der künf­ti­ge Zweck­ver­band mit die­ser Pro­ble­ma­tik be­fas­sen, oder wird er Pla­nun­gen auf Flä­chen vor­neh­men, die un­ter Fol­ge­schä­den lei­den könn­ten und die­ses The­ma aus­schlie­ßen?“

FOTO: GUNDHILD TILLMANNS

Efeu­be­wach­se­ne Fas­sa­den, wie hier an ei­ner Gast­stät­te in Gier­ath, sind zwar schön an­zu­schau­en, aber auch brand­ge­fähr­lich.

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