Ka­len­der­blatt 23. Ju­ni 1894

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - UNTERHALTUNG -

Pier­re de Cou­ber­tin glaub­te dar­an, dass Sport auf den Men­schen ei­ne po­si­ti­ve Wir­kung hat­te – im Gro­ßen und auch im Klei­nen. Sport­un­ter­richt an den Schu­len, da­von war er über­zeugt, för­de­re schon in jun­gen Jah­ren Te­am­geist und Ver­ant­wor­tungs­ge­fühl. Ei­ne Sport­ver­an­stal­tung, die über al­le Gren­zen hin­weg die Men­schen be­geis­tern könn­te, wür­de den Zu­sam­men­halt der Völker und da­mit den Frie­den för­dern. Als zwi­schen 1975 und 1881 Archäo­lo­gen die Sport­stät­ten im grie­chi­schen Olym­pia aus­gru­ben, fas­zi­nier­te das die gan­ze Welt – ganz be­son­ders aber den Ba­ron aus Pa­ris. Von nun an ver­folg­te er den Traum, die Olym­pi­schen Spie­le wie­der­zu­be­le­ben. Im Ju­ni 1894 tag­ten in Pa­ris Sport­ler und Sport­funk­tio­nä­re aus al­ler Welt. Der so ge­nann­te Pa­ri­ser Kon­gress en­de­te am 23. Ju­ni 1894 mit dem Be­schluss, ein In­ter­na­tio­na­les Olym­pi­sches Ko­mi­tee (IOC) zu grün­den, des­sen Auf­ga­be die Pla­nung und Durch­füh­rung Olym­pi­scher Spie­le sei. Ers­ter Prä­si­dent war der Grie­che Di­mi­tri­os Vi­kel­as, Cou­ber­tin selbst wur­de zu­nächst Ge­ne­ral­se­kre­tär. Ein Ver­tre­ter Deutsch­lands war noch nicht da­bei, wur­de aber mit Wil­li­bald Geb­hardt noch in­ner­halb der ers­ten zwei Jah­re an Bord ge­holt. Nach nur zwei Jah­ren war es so weit: Die IOC ver­an­stal­te­te die ers­ten Olym­pi­schen Spie­le der Neu­zeit in Athen.

TEXT: JENI / FO­TO: DER AK­TU­EL­LE IOC-PRÄ­SI­DENT THO­MAS BACH/DPA (KOR­REK­TUR ZUR GEST­RI­GEN AUS­GA­BE: DIE DEUT­SCHE NIE­DER­LA­GE IN STALINGRAD ER­EIG­NE­TE SICH IM WIN­TER 1942/1943).

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.