Gril­len und Ge­schlecht

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LESERBRIEFE -

Wäh­rend Tei­le von Po­li­tik und Wis­sen­schaft sich in­ten­siv da­mit be­fas­sen, die Un­ter­schei­dung von Mann und Frau – vor­nehm­lich im Sprach­ge­brauch – ab­zu­schaf­fen, stell­te ich beim nach-fei­er­abend­li­chen Gril­len noch ur­zeit­li­che Zu­stän­de fest. Wäh­rend sich die Hor­de von Män­nern (neu­er­dings auch wie­der mit Bär­ten) still­schwei­gend und mit ei­nem Bier in der Hand vor dem Grill ver­sam­melt und mit Ar­gus­au­gen über das Er­leg­te wacht, be­spre­chen die Da­men bei Weiß­wein und Hu­go aus­schwei­fend die mo­di­schen Ver­feh­lun­gen der Kol­le­gen, äh, Kol­leg*in­nen, äh, Kol­le­gIn­nen, äh, der mensch­li­chen We­sen, mit de­nen man zu­sam­men im Bü­ro sitzt. Viel­leicht la­de ich mei­ne ehe­ma­li­ge So­zio­lo­gie­pro­fes­so­rin, Ver­zei­hung, So­zio­lo­gie­profx im Rah­men ei­ner neu­en Feld­stu­die ein. The­ma: „Gen­der­ge­rech­tig­keit im Rah­men der so­zia­len Kon­takt­pfle­ge wäh­rend der Nah­rungs­zu­be­rei­tung – Spal­tet Gril­len un­se­re Ge­sell­schaft?“

MAX KRO­NE

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