Aus­bil­dungs­för­de­rung bei dua­lem Stu­di­um

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - DIE TIERWELT -

(tmn) Wer ein dua­les Stu­di­um ab­sol­viert, kann für den prak­ti­schen Teil vor dem Stu­di­um un­ter Um­stän­den För­deran­sprü­che ge­gen­über der Bun­des­agen­tur für Ar­beit stel­len. Vor­aus­set­zung für die so­ge­nann­te Be­rufs­aus­bil­dungs­bei­hil­fe (BAB): Man hat ei­nen we­sent­li­chen Teil der be­trieb­li­chen Be­rufs­aus­bil­dung ab­sol­viert, be­vor man sich als Stu­die­ren­der für das dua­le Stu­di­um ein­schreibt.

Das geht aus ei­ner Ent­schei­dung des Lan­des­so­zi­al­ge­richts Rhein­land-Pfalz her­vor (Az.: L 1 AL 84/14), be­rich­tet die Ar­beits­ge­mein­schaft So­zi­al­recht des Deut­schen An­walt­ver­eins (DAV).

Der Fall: Die Frau schloss ei­nen Be­rufs­aus­bil­dungs­ver­trag zur Win­ze­rin ab. Zu­nächst ließ sie sich 16 Mo­na­te in ei­nem Win­zer­be­trieb aus­bil­den. Da­nach woll­te sie ein dua­les Stu­di­um für Wein­bau und Öno­lo­gie ab­sol­vie­ren. Da­für hat­te sie zwar be­reits ei­ne vor­läu­fi­ge Zu­las­sung. Ein­schrei­ben durf­te sie sich aber erst, wenn sie die Pra­xis­pha­se beim Win­zer ab­ge­schlos­sen hat­te. Weil ih­re Aus­bil­dungs­ver­gü­tung nicht aus­reich­te, be­an­trag­te sie Be­rufs­aus­bil­dungs­bei­hil­fe. Die Bun­des­agen­tur für Ar­beit lehn­te dies ab: Für Aus­bil­dun­gen im Rah­men ei­nes Stu­di­ums sei die För­de­rung aus­ge­schlos­sen.

Das Ur­teil: Die Rich­ter wi­der­spra­chen. Die Frau ha­be An­spruch dar­auf, da ein we­sent­li­cher Teil ih­rer Aus­bil­dung be­reits vor dem Stu­di­en­be­ginn statt­ge­fun­den hat­te und sie die Vor­aus­set­zun­gen für die För­de­rung er­füllt hat.

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