Ovt­cha­rov ge­winnt Fi­na­le der Chi­na Open ge­gen Boll

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - SPORT -

CHENG­DU (dpa/sid) Tisch­ten­nisPro­fi Di­mi­trij Ovt­cha­rov (28) hat das deut­sche End­spiel bei den Chi­na Open ge­gen Ti­mo Boll (36) ge­won­nen. Der Welt­rang­lis­ten-Fünf­te be­sieg­te die frü­he­re Num­mer eins der Welt in Cheng­du nach der Ab­wehr von vier Match­bäl­len mit 17:15, 7:11, 12:10, 11:9, 7:11, 6:11, 12:10. Der Weg ins Fi­na­le wur­de für die bes­ten deut­schen Spie­ler auch des­halb frei, weil sich die gro­ßen Stars des Gast­ge­bers im Ach­tel­fi­na­le durch ei­nen Boy­kott ver­ab­schie­det hat­ten. Welt­meis­ter Ma Long so­wie die Num­mer zwei und drei der Welt, Fan Zhen­dong und Xu Xin, tra­ten aus Pro­test ge­gen die Ab­lö­sung des Chef­trai­ners Liu Guo­liang nicht an, der zum Ver­bands-Vi­ze­prä­si­den­ten „be­för­dert“wur­de.

Erst­mals seit 2006 ge­wann kein Chi­ne­se das Tur­nier – da­mals sieg­te Ti­mo Boll. Das chi­ne­si­sche Sport­mi­nis­te­ri­um ord­ne­te den na­tio­na­len Ver­band (CTTA) an, den Vor­fall zu un­ter­su­chen und streng da­mit um­zu­ge­hen. „Sie ha­ben ihr Be­rufs­ethos und den Na­tio­nal­stolz igno­riert und sich re­spekt­los ge­gen­über dem Pu­bli­kum und den Geg­nern ver­hal­ten“, hieß es. Dies sei in­ak­zep­ta­bel. Auch der Welt­ver­band (ITTF) kün­dig­te Kon­se­quen­zen an.

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