Gr­a­bow­ski will nicht mehr weg

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - KULTUR -

ie ha­ben vor kur­zem an die­ser Stel­le über un­se­ren neu­en Haus­freund le­sen dür­fen: Der Maul­wurf, der bei uns lebt, will blei­ben. Das ist im Prin­zip schön, weil es im­mer er­bau­end ist, wenn Mensch oder Tier sich gut auf­ge­ho­ben füh­len und am liebs­ten gar nicht mehr weg wol­len. Lei­der ver­steht der klei­ne Ar­bei­ter die Zu­nei­gung so, dass er im Ab­stand von un­ge­fähr zehn Zen­ti­men­tern Häuf­chen auf den Ra­sen zau­bert. Und das auf ei­ner län­ge­ren Stre­cke. Un­se­re Mit­men­schen neh­men An­teil an un­se­rem Schick­sal und über­bie­ten sich mit Tipps, wie man ei­nen Maul­wurf ver­trei­ben kann. Der jüngs­te Hin­weis: Ich soll­te es mit Bier ver­su­chen, das ich ins Maul­wurf-Loch schüt­te. Denn der Gr­a­bow­ski-Ver­schnitt soll das über­haupt nicht gut rie­chen kön­nen. An­schlie­ßend soll ich die Fla­sche in die Er­de ste­cken und nur zehn Zen­ti­me­ter raus­gu­cken las­sen. Wenn der Wind dar­über­strei­che, wür­den Schall­wel­len in der Er­de ent­ste­hen, die der Maul­wurf auch nicht mag. Ha­be ich ge­macht. Be­vor sich die Sucht­be­ra­tung bei mir mel­det: Das Bier war al­ko­hol­frei.

DIE­TER WE­BER

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