Lars St­indl „sitzt“sich ins Halb­fi­na­le

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LOKALES -

Es war ges­tern ei­ne neue Er­fah­rung für Bo­rus­si­as Ka­pi­tän Lars St­indl. Erst­mals in sei­nem Na­tio­nal­spie­l­er­da­sein ge­hör­te der 28-Jäh­ri­ge nicht zur Start­elf, ja er kam über­haupt nicht zum Ein­satz. Ge­gen Dä­ne­mark, San Ma­ri­no, Aus­tra­li­en und Chi­le war das an­ders ge­we­sen, nun, im letz­ten Grup­pen­spiel des Con­fed-Cups ge­gen Ka­me­run schau­te er nur zu, wie Ti­mo We­ner statt sei­ner spiel­te und dop­pelt traf. So konn­te St­indl nichts zu dem bei­tra­gen, was er sich vor­ab er­hofft hat­te: „Den Grup­pen­sieg.“

Den hat das DFB-En­sem­ble er­reicht und da­mit in Russ­land, wie am Sams­tag St­indls schei­den­der Kol­le­ge Mo Dahoud mit der deut­schen U21 bei der EM in Po­len, das Halb­fi­na­le er­reicht. Der künf­ti­ge Dort­mun­der Dahoud in­des trug mit sei­nem Ball­ver­lust zum 1:0-Sieg­tor der Ita­lie­ner bei, al­ler­dings war er zu­vor durch ei­nen selt­sa­men Pass von Ni­k­las Stark un­ter Druck ge­ra­ten. Den Tor­schüt­zen Fe­de­ri­co Ber­nar­de­schi kann­te Dahoud im Üb­ri­gen schon, der hat­te im Eu­ro­pa-Le­ague-Heim­spiel der Bo­rus­sen das 1:0-Sieg­tor des AC Flo­renz er­zielt.

Wä­re es nach Lazs­lo Bé­nes und sei­nen slo­wa­ki­schen Kol­le­gen ge­gan­gen, hät­te Ber­nar­de­schi gern noch ein zwei­tes Mal tref­fen dür­fen. Dann wä­re Deutsch­land drau­ßen und die Slo­wa­kei als bes­ter Grup­pen­zwei­ter im Halb­fi­na­le ge­we­sen. So aber wa­ren die fünf Mi­nu­ten, die Bé­nes beim 3:0 ge­gen Schwe­den spiel­te, sei­ne letz­ten bei der EM. Ur­laub statt Halb­fi­na­le be­deu­tet das für den Glad­ba­cher. Da­mit hat er ein paar Ta­ge mehr, um sich für sei­ne zwei­te Sai­son bei Bo­rus­sia aus­zu­ru­hen, ei­ne Sai­son in der er si­cher­lich mehr sein will, als jetzt bei der EM im slo­wa­ki­schen Team: Nur ein Mann für die letz­ten Mi­nu­ten.

Lars St­indl war ges­tern nicht mal das: Er saß sich ins Halb­fi­na­le. Ge­gen Me­xi­ko dürf­te er wie­der ei­ne an­de­re Rol­le spie­len. St­indl will dann schaf­fen, was er im DFB-Po­kal der ver­gan­ge­nen Sai­son ver­pass­te: den Fi­nal­ein­zug. Kars­ten Kel­ler­mann

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