Va­ter­schafts­kla­ge: Ma­ler Dalí wird aus dem Gr­ab ge­holt

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - POLITIK -

MADRID (dpa) Der le­gen­dä­re spa­ni­sche Sur­rea­lis­mus-Künst­ler Sal­va­dor Dalí wird knapp drei Jahr­zehn­te nach sei­nem Tod aus sei­ner letz­ten Ru­he­stät­te ge­holt. Zur Klä­rung ei­ner Va­ter­schafts­kla­ge ord­ne­te ein Rich­ter in Madrid die Ex­hu­mie­rung des Leich­nams an, wie das zu­stän­di­ge Ge­richt ges­tern mit­teil­te.

Die Kla­ge sei von ei­ner Frau aus dem ka­ta­la­ni­schen Ge­ro­na ge­stellt wor­den, hieß es. Ex­hu­mie­run­gen zur Er­stel­lung von DNA-Ab­stam­mungs-Gut­ach­ten kom­men auch ab und zu in Deutsch­land vor, wenn auf an­de­rem We­ge kei­ne bio­lo­gi­schen Spu­ren des To­ten zu er­hal­ten sind.

Die Iden­ti­tät der Klä­ge­rin wur­de vom Ge­richt in Madrid zwar nicht mit­ge­teilt. In Spa­ni­en weiß man aber, dass es sich um ei­ne 1956 ge­bo­re­ne, na­ment­lich be­kann­te Frau han­delt, de­ren Mut­ter als Hau­s­an­ge­stell­te Dalís ei­ne Lie­bes­be­zie­hung zum Ma­ler, Bild­hau­er, Gra­fi­ker und Schrift­stel­ler un­ter­hal­ten ha­ben soll.

Der Ma­ler mit dem stil­voll gezwir­bel­ten Schnurr­bart starb am 23. Ja­nu­ar 1989 im Al­ter von 84 Jah­ren an Herz­ver­sa­gen in sei­nem Ge­burts­ort, dem ka­ta­la­ni­schen Fi­gue­res. Er wur­de auf ei­ge­nen Wunsch in Fi­gue­res in sei­nem „Thea­ter-Mu­se­um Dalí“bei­ge­setzt.

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