Mahn­wa­che für Op­fer des il­le­ga­len Au­to­ren­nens

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - MEDIEN - VON GA­BI PE­TERS

Am kom­men­den Frei­tag soll ei­ne Ge­denk­mi­nu­te für den 38 Jah­re al­ten Fuß­gän­ger ein­ge­legt wer­den, der in der Nacht vom 16. auf den 17. Ju­ni bei ei­nem il­le­ga­len Au­to­ren­nen starb. Die Teil­neh­mer wol­len sich um 19.30 Uhr am Ber­li­ner Platz tref­fen und von dort ge­mein­sam zum Un­fall­ort auf der Flieth­stra­ße zie­hen, wo ei­ne Mahn­wa­che geplant ist. An­ge­mel­det wur­de die Ver­an­stal­tung vom Ver­ein „Bike-Kit­chen“, der sich als Selbst­hil­fe­werk­statt für Fahr­rad­re­pa­ra­tu­ren sieht.

Der 38-Jäh­ri­ge war von ei­nem Au­to er­fasst wor­den, das mit min­des­tens 90 km/h auf der Flieth­stra­ße un­ter­wegs ge­we­sen war, auf der nur Tem­po 40 er­laubt ist. Durch den Zu­sam­men­prall wur­de der Fuß­gän­ger 36 Me­ter durch die Luft ge­schleu­dert. Die Ret­tungs­kräf­te wa- ren be­reits drei Mi­nu­ten spä­ter am Un­fall­ort. Sie hat­ten noch ver­sucht, das Un­glücks­op­fer zu re­ani­mie­ren, doch es starb an sei­nen schwe­ren Schä­del­ver­let­zun­gen. Die drei mut­maß­li­chen Ra­ser konn­te die Po­li­zei schnell er­mit­teln. Der Un­fall­fah­rer (28) sitzt mitt­ler­wei­le we­gen Mord­ver­dachts in Un­ter­su­chungs­haft.

Auf der In­ter­net-Platt­form „OpenPe­ti­ti­on“war un­ter der Über­schrift „Ra­ser­un­fall mit To­des­fol­ge in Mön­chen­glad­bach – ist kein Mord!“ei­ne Pe­ti­ti­on für den Un­fall­fah­rer ge­star­tet wor­den. Dar­in hieß es un­ter an­de­rem: „In dem Fall (...) lag kei­ne Mord­lust vor, son­dern eher ei­ne, aus ei­nem Af­fekt her­aus ent­stan­de­ne Tra­gö­die. Was durch die Me­di­en noch nicht an die Öf­fent­lich­keit ge­langt ist, ist, dass der Fah­rer (...) in die Ge­gen­fahr­bahn ge­ra­ten ist, weil er ab­ge­drängt wor­den ist. Er hat­te nicht den Vor­satz, in den Ge­gen­ver­kehr zu fah­ren, ge­schwei­ge denn je­man­den in Ge­fahr zu brin­gen oder zu tö­ten.“

Die Pe­ti­ti­on ist mitt­ler­wei­le we­gen „Nicht­be­ach­tung der Nut­zungs­be­din­gun­gen“ge­sperrt wor­den. Das In­ter­net-Por­tal er­klärt: „Pe­ti­tio­nen mit fal­schen Tat­sa­chen­be­haup­tun­gen be­zie­hungs­wei­se Tat­sa­chen­be­haup­tun­gen oh­ne ge­eig­ne­te Qu­el­len­an­ga­ben wer­den be­en­det.“

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