Wick­rath be­kommt wohl doch ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­tag

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - MEDIEN - VON ANDRE­AS GRUHN

Das schwie­ri­ge The­ma der ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­ta­ge in Mön­chen­glad­bach geht wei­ter. Zum „Fest am See“im Wick­ra­ther Schloss­park sol­len am 30. Ju­li nun doch die Ge­schäf­te im Orts­kern öff­nen dür­fen. Das emp­fiehlt die Ver­wal­tung den Po­li­ti­kern des Haupt­aus­schus­ses, die am Mitt­woch erst­mals dar­über ent­schei­den – in der­sel­ben Sit­zung, in der die FDP per Dring­lich­keits­ent­scheid den ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­tag zur Tour de Fran­ce am Wo­che­n­en­de doch noch kip­pen will.

Der Ge­wer­be­kreis Wick­rath hat meh­re­re Mo­na­te an ei­nem neu­en An­trag für den Shopping-Sonn­tag am 30. Ju­li ge­feilt. Im Ja­nu­ar hat­te die Ver­wal­tung die Sonn­tags­öff­nung noch ab­ge­lehnt. „Das Fest am See in Wick­rath et­wa ist ei­ne tol­le Ver­an­stal­tung“, sag­te da­mals der Ord­nungs­de­zer­nent Mat­thi­as En­gel. „Aber da, wo die Ge­schäf­te sind, ist das Fest nun mal eben nicht.“Das ha­ben die Wick­ra­ther Ge­schäfts­leu­te nun ge­än­dert, wie aus dem Ver­merk der Ver­wal­tung her­vor­geht. Dem­nach bleibt es nicht bei den 70 Aus­stel­lern im Schloss­park, die der Ver­an­stal­ter (MGMG und Wick­ra­ther Hei­mat- und Ver­kehrs­ver­ein) zu­sam­men­ge­tra­gen hat, der Wick­ra­ther Ge­wer­be­kreis er­wei­tert das Programm um 20 wei­te­re Aus­stel­ler. Da­durch ver­grö­ßert sich die Ver­an­stal­tungs­flä­che über die Hoch­sta­den­stra­ße, den Lin­den­platz und die ge­sam­te Quadt­stra­ße hoch. Da­durch sei es in Ord­nung, dass dort eben doch die Ge­schäf­te öff­nen, so die Ver­wal­tung. Das wol­len nach An­ga­ben des Ge­wer­be­krei­ses wohl auch 22 Ge­schäfts­leu­te tun.

Für den Sonn­tag rech­nen die Ver­an­stal­ter mit et­wa 15.000 Be­su­chern, die La­den­in­ha­ber kal­ku­lie­ren laut ei­ner Be­fra­gung mit ins­ge­samt 1500 Men­schen in den Ge­schäf­ten. Das reicht, da­mit die Sonn­tags­öff­nung nicht als ei­gent­li­chen Haupt­an­lass gilt. Des­halb, so die Ver­wal­tung, kön­ne ein ver­kaufs­of­fe­ner Sonn­tag „für ver­tret­bar er­ach­tet wer­den“.

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