Si­cher­heits­kon­zept für die Tour kos­tet 121.00 Eu­ro

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LOKALES - VON ANDREAS GRUHN

Das Geld muss der Haupt­aus­schuss heu­te zu­sätz­lich be­wil­li­gen. Die Ge­samt­kos­ten lie­gen bei knapp 640.000 Eu­ro.

Das Si­cher­heits­kon­zept zur Tour de Fran­ce treibt die Kos­ten für die Stadt nach oben. Für die zu­sätz­li­chen Si­cher­heits­maß­nah­men ins­be­son­de­re rund um die Sprint­stre­cke an der Bis­marck­stra­ße fal­len ins­ge­samt 121.000 Eu­ro an, die bis­her nicht mit ein­kal­ku­liert wor­den wa­ren. Über die­sen zu­sätz­li­chen Be­darf an Mit­teln be­fin­det heu­te Nach­mit­tag der Haupt­aus­schuss in ei­ner Dring­lich­keits­ent­schei­dung. Die Zu­stim­mung der Mehr­heit gilt aber als si­cher. „Es war ab­seh­bar, dass es Mehr­kos­ten ge­ben wird. Auch wenn der Be­trag nicht so ex­trem hoch ist, ist das schon ei­ne Stan­ge Geld“, sag­te SPD-Frak­ti­ons­chef Fe­lix Hein­richs.

Ins­ge­samt lie­gen die Kos­ten für die Durch­fahrt der Tour de Fran­ce am kom­men­den Sonn­tag in Mön­chen­glad­bach nach Be­rech­nun­gen der Käm­me­rei da­mit bei knapp 640.000 Eu­ro. 194.000 Eu­ro da­von kom­men von Spon­so­ren, die Stadt trägt 444.000 Eu­ro. Die ei­gent­li­che Durch­fahrt kos­tet 237.500 Eu­ro, die Li­zen­zen an Düs­sel­dorf schla­gen mit 119.000 Eu­ro zu Bu­che. Or­ga­ni­sa­ti­on, Mar­ke­ting, Wer­bung und Per­so­nal kos­ten 160.000 Eu­ro, und das Si­cher­heits­kon­zept schlägt mit 121.000 Eu­ro zu Bu­che.

Hin­ter dem letz­ten Pos­ten, der jetzt nach­träg­lich ge­neh­migt wer­den muss, ver­ber­gen sich et­wa die Kos­ten für den li­zen­zier­ten Si­cher­heits­dienst an den Sper­ren, ins­be­son­de­re an der Sprint­stre­cke (knapp 80.000 Eu­ro) und die Blo­cka­den durch Lkw, Con­tai­ner und Sat­tel­schlep­per (9000 Eu­ro). Das Kon­zept „be­inhal­tet zahl­rei­che Sper­run­gen und die Auf­ga­ben-, Ent­schei­dungs- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­struk­tu­ren, die bei ei­nem Scha­dens­fall, Un­fall, ei­ner Stö­rung oder ei­ner Un­ter­bre­chung der Durch- fahrt ent­ste­hen“, heißt es in dem Be­richt aus dem Rat­haus. Und wei­ter: „Das Si­cher­heits­kon­zept ist für den Ver­an­stal­ter/Aus­rich­ter bin­dend.“Mit an­de­ren Wor­ten: Die Po­li­ti­ker ha­ben im Grun­de kei­ne an­de­re Wahl, als dem Kon­zept zu­zu­stim­men.

Die Stadt muss jetzt des­halb zu­sätz­li­ches Geld selbst be­reit­stel­len, weil es nicht ge­lun­gen ist, zu­sätz­li­che Spon­so­ren zu ge­win­nen. Die­se Be­mü­hun­gen, gibt das Rat­haus zu, wa­ren „nicht er­folg­reich“. „Dar­über müs­sen wir nach der Tour noch ein­mal re­den“, sagt SPD-Po­li­ti­ker Hein­richs. „Es ist är­ger­lich, dass für den weit über­wie­gen­den Teil der Kos­ten kei­ne Spon­so­ren ge­fun­den wur­den.“Und die Mit­tel, die von Geld­ge­bern kom­men, stam­men auch noch zu ei­nem gro­ßen Teil von städ­ti­schen Un­ter­neh­men wie et­wa der Mags.

Die Dis­kus­si­on dürf­te in den kom­men­den Wo­chen und Mo­na­ten noch ein­mal ver­stärkt auf­kom­men. Denn Mön­chen­glad­bach und Bo­rus­sia be­wer­ben sich der­zeit beim DFB ge­mein­sam als Spiel­ort für die Fuß­ball-Eu­ro­pa­meis­ter­schaft 2024. Und da ist noch nicht ab­seh­bar, wie hoch die Kos­ten im Fal­le ei­nes Zu­schlags an den DFB sein wer­den.

FO­TO.:PMG

Rot: Sper­run­gen um die Bis­marck­stra­ße. Blau: Stre­cken­ver­lauf.

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