Tour: Shop­ping-Sonn­tag bleibt

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - KULTUR - VON ANDRE­AS GRUHN

Die Po­li­tik hält am Sonn­tags­ver­kauf fest und ge­neh­migt Geld fürs Si­cher­heits­kon­zept.

Es bleibt da­bei: Die Ge­schäf­te in der Mön­chen­glad­ba­cher In­nen­stadt dür­fen zur Durch­fahrt der Tour de Fran­ce am kom­men­den Sonn­tag öff­nen. Der Haupt­aus­schuss lehn­te ges­tern Abend erst ei­nen An­trag der Lin­ken ab, den ge­sam­ten Shop­pin­gSonn­tag zu kip­pen. Auch der An­trag der FDP, das Ge­biet in der Mön­chen­glad­ba­cher Ci­ty aus der be­reits er­teil­ten Ge­neh­mi­gung wie­der her­aus­zu­neh­men, wur­de ab­ge­wie­sen. Zahl­rei­che Ge­schäf­te ent­lang der Hin­den­burg­stra­ße wie der Kauf­hof oder auch das Min­to hat­ten zu­vor an­ge­kün­digt, trotz der Ge­neh­mi­gung nicht zu öff­nen. Hin­ter­grund sind die weit­rei­chen­den Sper­run­gen rund um die Ci­ty. Händ­ler hat­ten er­klärt, das Per­so­nal kön­ne die Ge­schäf­te gar nicht er­rei­chen.

Die Rats­mehr­heit warf der FDP ges­tern im Haupt­aus­schuss „Ef­fekt­ha­sche­rei“vor. „Wenn man ei­nen Be­reich wie die Hin­den­burg­stra­ße aus der Ge­neh­mi­gung her­aus­neh­men möch­te, dann muss man den Stadt­teil Glad­bach aus­schlie­ßen und dann kon­se­quen­ter­wei­se die gan­ze Stadt“, sag­te SPD-Frak­ti­ons­chef Fe­lix Hein­richs. „Dann kön­nen Sie den Händ­lern in den an­de­ren Stadt­tei­len er­klä­ren, dass sie In­ves­ti­tio­nen um­sonst ge­tä­tigt ha­ben.“Auch CDUPo­li­ti­ker Die­ter Brey­mann be­fürch­te­te Scha­den­er­satz­for­de­run­gen durch Händ­ler, soll­te man die ge­neh­mig­te Sonn­tags­öff­nung wie­der zu-

Karl Sas­serath rück­neh­men. Grü­nen-Po­li­ti­ker Karl Sas­serath lehn­te die nach­träg­li­che Än­de­rung auch ab, kri­ti­sier­te aber auch die Händ­ler in der Ci­ty: „Der An­lass der Tour steht für ei­ne an­de­re Art der Mo­bi­li­tät. Dass der Han­del das nicht um­setzt, ist ein Ar­muts­zeug­nis.“

Die zu­sätz­li­chen Kos­ten für das Si­cher­heits­kon­zept der Tour in Hö­he von 121.000 Eu­ro wur­den vom Aus­schuss ge­neh­migt. CDU-Frak­ti­ons­chef Hans-Peter Schle­gel­milch sag­te, die­se Sum­me sei nicht so hoch wie er­war­tet: „Aber wir soll­ten nach der Tour dar­über spre­chen, war­um der An­teil pri­va­ter Un­ter­neh­men hin­ter den Er­war­tun­gen ge­blie­ben ist.“Wie MGMG-Ge­schäfts­füh­rer Peter Schlip­kö­ter er­klär­te, sei­en knapp 70.000 Eu­ro von pri­va­ten Geld­ge­bern ge­kom­men, die städ­ti­schen Ge­sell­schaf­ten ga­ben 155.000 Eu­ro an Spon­so­ren­gel­dern, da­von über­wies die NEW mit 35.000 Eu­ro den größ­ten Teil. Ins­ge­samt kos­tet die TourDurch­fahrt knapp 640.000 Eu­ro.

Un­ter­des­sen hat die Stadt­ver­wal­tung of­fen­bar ver­sucht, ih­ren Mit­ar­bei­tern ein En­ga­ge­ment als Vol­un­te­er zur Tour mit ei­nem frei­en Tag als Aus­gleich schmack­haft zu ma­chen. Per­so­nal­de­zer­nent Mat­thi­as En­gel be­stä­tig­te ei­ne Fra­ge von Grü­nen­Rats­herr Sas­serath: „Wir ha­ben als Ar­beit­ge­ber das ge­macht, was wir uns auch von pri­va­ten Un­ter­neh­men ge­wünscht hät­ten.“Ins­ge­samt sind nach An­ga­ben der Stadt rund 350 Vol­un­te­ers im Ein­satz.

„Die Tour steht für ei­ne an­de­re Art der Mo­bi­li­tät. Dass der Han­del das nicht um­setzt, ist ein Ar

muts­zeug­nis“

Grü­ne

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