Beim Flit­zen blit­zen

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - KULTUR -

Es ist kein Ge­heim­nis: Die Tour de Fran­ce er­weist sich für Mön­chen­glad­bach als größ­tes Kon­junk­tur­pa­ket seit, äh, dem letz­ten Kon­junk­tur­pa­ket eben. So viel auf­ge­hüb­scht, re­pa­riert und sa­niert wur­de lan­ge nicht. Und das al­les nur, da­mit die Welt ein mög­lichst in­tak­tes und sau­be­res Glad­bachBild ver­mit­telt be­kommt. Es soll so­gar An­woh­ner von Stra­ßen­zü­gen ge­ben, die per Bür­ger­ent­scheid ei­ne kurz­fris­ti­ge Än­de­rung der Tour­stre­cke her­bei­füh­ren wol­len, da­mit vor ih­rer Haus­tür end­lich auch ein­mal die Schlag­lö­cher be­sei­tigt wer­den.

Gold­grä­ber­stim­mung herrscht nun auch bei der Po­li­zei. Am Sonn­tag, wenn das Haupt­feld durch die Stadt flitzt, wird na­tür­lich auch ge­blitzt. An­geb­lich zwar an der Li­mi­ten­stra­ße (nicht Teil der Tour­stre­cke). Aber aus gut un­ter­rich­te­ten Krei­sen hört man al­ler­dings, dass die Mess­stel­le kur­zer­hand zur Bis­marck­stra­ße ver­legt wer­den soll – zur Tour-Sprint­wer­tung.

Da klin­gelt’s an­ge­sichts des Tem­po­li­mits von 40 km/h dann näm­lich rich­tig in der Kas­se.

JAN SCHNETTLER

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