Stadt­ra­del-Bot­schaf­ter macht Halt in Rhe­ydt

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LOKALES - VON MA­XI­MI­LI­AN KRONE

Rai­ner Fumpfei fährt der­zeit quer durch Deutsch­land, um auf die Ak­ti­on „Stadt­ra­deln“auf­merk­sam zu ma­chen.

719 Rad­ler, 178.972 ge­fah­re­ne Ki­lo­me­ter, 25 Ton­nen ver­mie­de­ner CO2Aus­stoß – die Glad­ba­cher Bi­lanz der dies­jäh­ri­gen „Stadt­ra­deln“-Ak­ti­on kann sich se­hen las­sen. Grund ge­nug für Rai­ner Fumpfei, bei sei­ner Tour durch Deutsch­land auch Halt in der Vi­tus­stadt zu ma­chen. Der be­geis­ter­te Rad­fah­rer ist seit meh­re­ren Jah­ren Bot­schaf­ter des na­tio­na­len Wett­be­werbs, bei dem Bür­ger der teil­neh­men­den Städ­te an­tre­ten, um mög­lichst vie­le Ki­lo­me­ter mit dem Rad zu­rück­zu­le­gen.

Bei sei­ner Tour durchs Land will Fumpfei auf die Ak­ti­on auf­merk­sam ma­chen und die Städ­te da­zu ani­mie­ren, den Rad­ver­kehr wei­ter zu stär­ken. „Es muss mehr für die In- fra­struk­tur ge­tan wer­den, um Rad­fah­ren als Al­ter­na­ti­ve zum Au­to noch at­trak­ti­ver zu ma­chen“, sagt er. Da­für op­fert Rai­ner Fumpfei, der in Berlin als Feu­er­wehr­mann ar­bei­tet, sei­nen kom­plet­ten Jah­res­ur­laub. „Mei­ne Tour dau­ert ins­ge­samt drei Wo­chen und en­det in die­sem Jahr in Je­na.“Rund 1600 Ki­lo­me­ter legt er da­bei zu­rück. Im ver­gan­ge­nen Jahr wa­ren es so­gar 3700 Ki­lo­me­ter. „Da ich aber lei­der kei­nen un­be­zahl­ten Ur­laub be­kom­men ha­be, fällt die Tour in die­sem Jahr et­was klei­ner aus“, sagt Fumpfei.

Für ihn aber kein Grund zu bum­meln. Schließ­lich hät­ten sich vie­le Städ­te bei ihm ge­mel­det, die sich ei­nen Be­such des Ber­li­ners wünsch­ten. Be­vor er am Nach­mit­tag auf dem Rhe­ydter Markt­platz ein­traf, war er des­halb schon zu ei­nem Ter­min in Düsseldorf ge­we­sen. Neuss und Dor­ma­gen be­such­te er am spä­ten Nach­mit­tag. Über­nach­tet wird meist im Zelt. „Ich ha­be al­les da­bei, was ich brau­che“, sagt er und zeigt auf die Ta­schen, die an sei­nem Rad mon­tiert sind. „Vor­ne rechts be­fin­det sich mein Ba­de­zim­mer, da­ne­ben mei­ne Kü­che.“Hin­ten auf­ge­schnallt hat er Klei­dung und Ko­chu­ten­si­li­en. Ganz wich­tig für ihn sei die Pro­vi­ant-Ta­sche: „Da ist mein Kaf­fee drin, oh­ne den geht es nicht.“

Von Er­mü­dung spü­re er nach zehn Ta­gen Ra­de­lei aber noch nichts, schließ­lich sei er es ge­wöhnt, wei­te Stre­cken zu fah­ren. Auch im nächs­ten Jahr wird er da­her wie­der als Bot­schaf­ter fürs Stadt­ra­deln auf den Sat­tel stei­gen.

RP-FO­TO: MA­XI­MI­LI­AN KRONE

Stadt­ra­del-Bot­schaf­ter Rai­ner Fumpfei fährt mit sei­nem Fahr­rad quer durch Deutsch­land.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.