Not­fall­seel­sor­ger freu­en sich über neu­es Ein­satz­fahr­zeug

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LOKALES -

Wenn Men­schen ei­nen An­ge­hö­ri­gen ver­lie­ren, ei­nen Un­fall er­le­ben oder mit an­de­ren kri­sen­haf­ten Si­tua­tio­nen zu kämp­fen ha­ben, sind sie so­fort zur Stel­le: Die et­wa 30 ak­ti­ven Hel­fer der öku­me­ni­schen Not­fall­seel­sor­ge Mön­chen­glad­bach. Ins­ge­samt 190-mal wa­ren sie im ver­gan­ge­nen Jahr als „Ers­te Hil­fe für die See­le“auf den Glad­ba­cher Stra­ßen un­ter­wegs, ha­ben ge­hol­fen, das Schwei­gen zu über­win­den, be­las­ten­de Bil­der und Ge­füh­le auf­zu­ar­bei­ten und Mög­lich­kei­ten für die Zu­kunft zu bie­ten. Rund um die Uhr sind die Pfar­rer, Pas­to­ral- und Ge­mein­de­re­fe­ren­ten so­wie wei­te­re eh­ren­amt­li­che Hel­fer im Di­enst er­reich­bar. Der Weg zur Ein­satz­stel­le muss­te da­bei in letz­ter Zeit oft mit dem Pri­vat­wa­gen be­wäl­tigt wer­den. Dank ei­ni­ger Klein­spen­den durch die Kol­lek­te in den Kir­chen so­wie ei­ner Spen­de der Spar­kas­sen­stif­tung für Mön­chen­glad­bach konn­te nun je­doch end­lich wie­der ein neu­es Ein­satz­fahr­zeug an­ge­schafft wer­den. Schon vor zehn Jah­ren hat­te die Spar­kas­se die An­schaf­fung des bis­he­ri­gen Fahr­zeugs er­mög­lich. Das muss­te jetzt er­setzt wer­den. „Wir freu­en uns, nun hof­fent­lich auch wie­der die nächs­ten zehn Jah­re mo­bil blei­ben zu kön­nen“, sag­te Pfar­rer Ul­rich Meihs­ner von der Not­fall­seel­sor­ge bei der of­fi­zi­el­len Über- ga­be des Fahr­zeugs. „Ne­ben dem Team ist ein Di­enst­fahr­zeug, durch das wir von der Feu­er­wehr an der Ein­satz­stel­le di­rekt er­kannt wer­den, ei­ne rie­sen Hil­fe“, er­gänz­te Ge­mein­de­re­fe­rent Bern­hard Krin­ke-Hei­den­fels. Die Not­fall­seel­sor­ge ist Teil der Ret­tungs­ket­te und ar­bei­tet eng mit der Po­li­zei, dem Ret­tungs­dienst und der Feu­er­wehr zu­sam­men. Durch die Feu­er­wehr wird sie bei Be­darf auch für den Di­enst an­ge­fragt. „Ei­gent­lich ist die Not­fall­seel­sor­ge im­mer in den Far­ben li­la und sil­ber un­ter­wegs. Für das neue Fahr­zeug ha­ben wir uns aber ganz be­wusst für die Far­be rot ent- schie­den. So zei­gen wir, dass wir zum Team der Feu­er­wehr ge­hö­ren“, so Meihs­ner. Der Ein­satz­wa­gen, der im Kof­fer­raum ne­ben Ja­cken, Hel­men und Wes­ten auch Stoff­bä­ren und Ker­zen be­reit­hält, kann nun von al­len Eh­ren­amt­li­chen ge­nutzt wer­den. Wer selbst an ei­ner Gr­und­aus­bil­dung zum Not­fall­seel­sor­ger in­ter­es­siert ist, kann sich bei Krin­ke-Hei­den­fels oder Meihs­ner un­ter 02166 615969 mel­den. Noch et­wa fünf bis sechs Eh­ren­amt­ler wer­den ge­sucht, die Aus­bil­dung be­ginnt im No­vem­ber. Dann fei­ert die Not­fall­seel­sor­ge auch ihr 20-jäh­ri­ges Be­ste­hen. MAREI VITTINGHOFF

FO­TO: ISA­BEL­LA RAUPOLD

Bernd Or­manns, Ul­rich Meihs­ner, Bern­hard Krin­ke-Hei­den­fels, Ste­fan Nie­ßen, Peter Vin­zes, Il­mo Pa­the und Ur­su­la van Ool (v.l.).

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